Real Time Battle Shogi – Eine Idee fürs Schach?

In meiner Brettspiel-Auflistung zur Playstation 4 habe ich tatsächlich eines meiner Lieblingsspiele vergessen. Real Time Battle Shogi!

Real Time Battle Shogi

Die Idee dahinter finde ich ziemlich interessant und ich glaube, dass man das auch fürs Schach umsetzen könnte. Das Spielprinzip ist Folgendes:

Beide Seiten sind immer am Zug und man darf beliebig viele Züge auf dem Brett ausführen. Hat man einen Stein gezogen, erscheint über diesem Stein ein Countdown, welcher anzeigt, wann man diesen gezogenen Stein wieder ziehen darf. Auf diese Weise werden Durchmärsche mit einzelnen Figuren verhindert und es entstehen interessante Partien. Schnelligkeit und ein guter Überblick sind erforderlich. Folgendes Video illustriert das Ganze ziemlich gut:

Während beim Schach ziemlich schnell (schon in den ersten Zügen) im Zentrum die Figuren und Bauern aufeinander treffen können, ist Shogi etwas gemächlicher und man hat etwas Zeit, seine Spielsteine in eine gute Angriffsformation aufzustellen.Ich glaube, dass dieses Spielprinzip eine gute Bereicherung für unser Schachspiel wäre. Wie würde ein Stockfish unter diesen Bedingungen spielen?

Ich kann mir auch einen Brettschachcomputer vorstellen, bei welchem nach einem Zug das entsprechende Feld rot wird und man mit der Figur/Bauern auf dem Feld erst wieder ziehen kann, wenn der Countdown abgelaufen ist und die rote Anzeige im Feld verschwindet.

Real Time Battle Shogi wurde bisher für die Playstation 4 und das Nintendo Switch veröffentlicht. Bei der Nintendo-Version gibt es seit dem letzten Update sogar einen Online-Spielserver. Playstation 4 Besitzer müssen hier noch etwas warten.

Bis bald

Euer Benny

Schach & Shogi auf der Playstaion 4

Abseits von den Brettschachcomputern und Schachengines am PC,existiert eine kleine Nische in der Nische. Ja!, es gibt sie! Die Brettspielkünstler auf der Playstation 4. Als ich mir vor einigen Jahren eine solche Daddelkiste zugelegt habe, hielt ich selbstverständlich als Erstes Ausschau nach Schachsoftware im Playstation-Store zuhalten. Mit Ultra Chess wurde ich fündig.

Ultra Chess PS4

Mein Interesse galt hauptsächlich der dort eingesetzten Engine und wie stark diese auf der Hardware der PS4 ist. Ein Engine-Autor wird nicht genannt und so versuchte ich, anhand des Spielstils Ähnlichkeiten zu bekannten PC-Engines auszumachen. Nach einigen Partien kam ich zu dem Schluss, dass Ultra Chess ziemliche Ähnlichkeiten mit dem Spielstil von HIARCS aufweist. Mutiges Angriffsschach das für Überraschungen sorgt. Auf der höchsten Spielstufe kann die eingesetzte Engine allerdings nicht mit einem aktuellen Stockfish mithalten. Trotzdem würde ich die Spielstärke auf etwa 2600 ELO schätzen.

Ultra Chess PS4

Optisch ist das Ganze natürlich ein Augenschmaus. In Verbindung mit der VR-Brille und den Move-Controllern kann man sich sogar komplett von der Außenwelt lösen und befindet sich in unterschiedlichen Umgebungen, die zum Zocken einladen. Mit den Move-Controllern fasst man die Figuren wie bei einem Real-Brett an und zieht diese von einem Feld zum anderen. Wirklich beeindruckend, wie das umgesetzt wurde.

Ein zusätzliches Schmankerl ist das Onlinespielen. Hier kann man sich mit einer mehr oder weniger großen Anzahl an PS4-Schachspielern messen, was jedoch zu mehr Frust als Lust am PS4-Schach führt. Ich kann sagen, dass man unter den PS4-Schachspielern praktisch keine Vereinsspieler findet. Entweder findet man Gegner, welche man nach nur wenigen Zügen zur Aufgabe zwingt, oder man trifft auf die in Masse vorhandenen Cheater, welche sich teilweise eine ELO von 6000-7000 ergaunert haben. Eine Cheating-Kontrolle existiert nicht und ich denke das Ultra Chess ein sehr schönes Beispiel dafür ist, was passiert, wenn man Menschen in einen Topf schmeißt und unkontrolliert gegeneinander spielen lässt.

Waren es zunächst nur 2-3 Spieler, welche mit tausenden von ELO-Punkten die Tabellen anführten, sind es nach nur einem Jahr einige Hundert. Zum Glück kann man auch Freunde zum Spielen einladen von denen man sicher weiß, dass diese selbst um die Punkte kämpfen.

Man kann Turniere Veranstalten und gegen andere Teams in die Schlacht ziehen. Technisch ist das alles schön umgesetzt und für viele PS4-Besitzer ein netter Zeitvertreib. Erwähnenswert ist noch, dass im „Abspann“ des Spiels auch ein gewisser GM Niclas Huschenbeth genannt wird. 🙂 Er war einer der Tester, bevor das Spiel auf den Markt kam.

Im Prinzip könnte mein kurzer Ausflug in das Brettspiel-Reich der Playstation 4 hier schon enden, aber werfen wir einfach mal einen Blick über den Teich. Genau genommen Japan. Für PS4-Besitzer ist es fast schon Pflicht, sich neben einem deutschen PS4-Account auch einen japanischen Account anzulegen. Hierbei gibt es einige Hürden zu bezwingen (Zweitwohnsitz in Japan, japanische Kreditkarte, etc.), aber es soll sich lohnen.

Sucht man im japanischen PS4-Store nach Brettspielen, wird man mit einer schönen Vielfalt überrascht. Gerade der Hersteller Silverstar versorgt nicht unerheblich den virtuellen Brettspielmarkt. Exklusiv für den japanischen Markt hat dieser Hersteller auch ein kleines Schachprogramm für die PS4 entwickelt, welches auf den nicht gerade kreativen Namen Silverstar Schach hört.

Silverstar Schach

Silverstar Schach

Um es kurz zu fassen > Eine lieblose zusammen geschusterte Schachsoftware für die PS4, welche zudem auch noch richtig mies spielt. Braucht man nicht wirklich. Aber Japan gilt auch nicht als Hochburg des westlichen Schachs. Viel mehr Liebe stecken die Hersteller schon eher in das japanische Schach namens Shogi. Viele von euch wissen, dass ich auch ein passionierter Shogi-Spieler bin. Ok,- 🙂 Ich spiele eigentlich so ziemlich jedes exotische Brettspiel, bei welchem nicht gewürfelt wird. 🙂

Der absolute HIT ist hier die PS4-Version von Asonde Shogi ga Tsuyokunaru ! Ginsei Shogi DX.

Asonde Shogi ga Tsuyokunaru ! Ginsei Shogi DX

Für Shogi-Spieler ein absolutes Muss. Die Engine ist bei voller Spielstärke wuchtig stark, lässt sich aber bei Bedarf drosseln. Es gibt einen adaptiven Modus und eine angenehme Auswahl an Gegnern. Auch kann man seine Partien anschließend vom Computer analysieren lassen und erhält Hinweise auf schlechte Züge und lehrreiche Kommentare.

Asonde Shogi ga Tsuyokunaru ! Ginsei Shogi DX

Allen Shogi-Spielern die eine Playstation 4 besitzen kann ich diese Software wärmstens empfehlen! Man sollte allerdings schon etwas Erfahrung im Shogi haben, um nicht schon in den ersten Leveln zu scheitern. Für pure Anfänger gibt es allerdings auch eine Software: Kanazawa Shogi 2 -Lv.300-

Kanazawa Shogi 2 -Lv.300-

Wie der Name schon sagt, bietet dieses Software 300 Spielstufen, um sich im Shogi nach oben zu kämpfen. Die ersten Level eignen sich besonders für Anfänger und es ist ein schönes Gefühl, sich Schritt für Schritt nach oben zu kämpfen. Zwar bietet das Programm nicht die Features von Ginsei Shogi DX, aber zum Spielen und lernen ist es eine gute Wahl.

Kanazawa Shogi 2 -Lv.300-

Auch hier gibt es von meiner Seite aus eine Empfehlung. Generell kann ich sagen, dass Schachspieler sich unbedingt mal das japanische Schach Shogi anschauen sollten. Der Einstieg fällt hierbei ziemlich leicht und es erweitert den schachlichen Horizont. Da beim Shogi geschlagene Steine wieder eingesetzt werden dürfen, gibt es praktisch keine echten Endspiele. Shogi ist wesentlich komplexer als Schach und wenn man nach einigen Partien wieder zum westlichen Schach zurück findet, wirkt unser Spiel mit den 32 Figuren für kurze Zeit wie leichte Kost. 😉

Zu guter Letzt möchte ich noch auf ein Brettspiel hinweisen, welches sowohl als Reversi, als auch als Othello bekannt ist. Mit Minna no Othello gibt es hier einen schönen Ableger für die PS4

Minna no Othello

Für Zwischendurch eine schöne Abwechslung und ziemlich gut, wenn man sich im Vorausberechnen von Zügen üben möchte. Auch hier gibt es eine große Auswahl von Spielstufen, sodass einem nie langweilig wird.

Wer eine Playstation 4 besitzt und ein Faible für Brettspiele hat, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.

Soweit mein kleiner Abstecher in die Brettspielwelt der Playstation 4.

Euer Benny

Selbstziehende Schachcomputer – Mehr Fluch als Segen

Selbstziehende Schachcomputer haben etwas Mystisches. Bereits in den 80ern gab es Schachcomputer, welche die Figuren auf dem Brett wie von Geisterhand zogen und auf den Spielwarenmessen für ungläubige Blicke sorgten. In meiner Schachcomputer-Sammlung findet sich zum Beispiel der Mephisto Phantom. Ein Gerät, welches Anfang der 90er auf den Markt kam und als einziges Gerät dieser Bauart eine recht passable Spielstärke aufweist. Mit etwa 1500 DM wurde der Schachcomputer seinerzeit angeboten und war damit kein Spaß zum Schnäppchenpreis, weshalb die Verkaufszahlen eher dürftig waren. Für 1500,-€ gab es damals schon Schachcomputer, welche zwar nicht die Züge auf dem Brett ausführten, aber dafür viel mehr Spielstärke und Komfort boten.

Die selbstziehenden Schachcomputer verschwanden vom Markt, bis die Firma Excalibur Anfang 2008 das Thema „selbstziehender Schachcomputer“ aufgriff und den Phantom Force Schachcomputer auf den Markt brachte. Mit ursprünglich gut 200,-€ Verkaufspreis ein wahres Schnäppchen, gegenüber den Geräten aus den 80ern und 90ern, aber leider wurde auch bei diesem Gerät nur eine maximale Spielstärke von etwa 1600 ELO geboten.

Phantom Force

Fast zeitgleich zog der damalige Hersteller NOVAG nach, und präsentierte den Schachcomputer Novag 2Robot. Mit einem Roboter-Greifarm ausgestattet, war auch dieses Gerät in der Lage, seine Züge am Brett selbst auszuführen. Auch dieses Gerät bestach durch einen sehr attraktiven Preis von knapp 200,-€.

Novag 2Robot

Und genauso wie beim Phantom Force der Konkurrenz, war die Spielstärke eher dürftig. Beide Schachcomputer hatten jedoch eine weitere Gemeinsamkeit. Sie verschwanden nach etwa 2 Jahren von der Bildfläche. Hin und wieder tauchte mal ein neuer Schwung von den Geräten auf, aber hierbei handelte es sich ausschließlich um Rest-Exemplare aus Lagerverkäufen der Hersteller. Die Verkaufszahlen beider Geräte waren ziemlich gut und nicht der Grund für das vorzeitige Verschwinden.

Der Knackpunkt war, dass beide Geräte absolut fehleranfällig waren und so gut wie jedes Gerät beider Marken kaum die Garantiezeit von 2 Jahren überlebte. Das hatte zur Folge, dass der Gewinn den die Hersteller mit den guten Verkaufszahlen einfuhren, durch Garantie-Reparaturen und Gerätetausch sich schnell in Luft aufgelöst hat und am Ende in einem finanziellen Desaster gipfelte.

Schuld für das frühzeitige Ableben der Geräte war nicht die eingesetzte Technik, sondern deren Umsetzung. Um den Kampfpreis von knapp 200,-€ zu halten, musste an allen Ecken und Enden gespart werden. Einen Schachcomputer zu produzieren der über Jahrzehnte seinen Dienst verrichtet, ist nicht unmöglich, aber sobald Mechanik die sich bewegt ins Spiel kommt, sieht die Sache etwas anders aus.

Beim Phantom Force setzte man auf die Magnet-Schienen-Technik. Hierbei befindet sich unterhalb des Schachbretts ein Magnet, welcher über zwei Riemen auf zwei Schienen entlang gezogen wurde und dadurch die Figuren auf dem Brett ziehen konnte. Verschleiß war praktisch vorprogrammiert. Selbst Jahre später suchen mich Schachcomputer-Sammler für eine Reparatur dieser Geräte auf und ein Blick ins Innere offenbart sehr schnell, dass es dem Hersteller durchaus bewusst sein konnte, dass die Lebensdauer des Phantom Force ziemlich begrenzt ist.

Schachcomputer Phantom Force

Was sich im Inneren des Phantom Force befindet, sieht schon ziemlich abenteuerlich aus, aber es funktionierte. Aber werfen wir einfach mal einen Blick auf ein wesentliches Detail.

Schachcomputer Phantom Force

Wir sehen hier die sogenannte Spannfeder, welche dafür sorgt, dass die Schienen und der Magnet nicht durch wackelige Riemen aus dem Gleichgewicht geraten. Man findet diese Art von Federn auch in Kugelschreibern, aber anders als bei diesen Schreibutensilien, ist diese Feder beim Phantom Force ständig unter Spannung. Es ist klar, dass witterungsbedingt und auch durch die ständige Verwendung des Schachcomputers diese Feder nicht ewig halten wird. Zudem reagiert diese Feder auf Erschütterungen ziemlich sensibel und es reichte bei manchen Geräten ein kurzes Schütteln aus, um bei dem Schachcomputer einen dauerhaften Defekt zu erzeugen. Hier hatte der Hersteller aber mitgedacht und unterhalb des Gerätes einen Schalter platziert, mit welchem man die Schienen für den Transport fixieren konnte. Wollte man anschließend mit dem Gerät spielen, musste man die Fixierung lösen.

Vergaß man das Lösen der Fixierung vor dem Starten einer Schachpartie, gab es für den Anwender bereits beim ersten Zug ein böses Erwachen. Nicht bei allen, aber bei vielen Geräten führte alleine dieser Lapsus zum dauerhaften Defekt. Auch ist es so, dass die meisten dieser Schachcomputer in einem Kinderzimmer ein neues Zuhause fanden und das Kinder mit ihrem Spielzeug nicht immer ganz so sorgsam umgehen, ist bekannt. Ein kurzer Klappser nach einer verlorenen Partie auf eine der Kunststoff-Seiten des Phantom Force quittierten viele Geräte mit Dauerstreik.

Kommen wir zum Novag 2Robot. Auch hier war der „niedrige“ Preis nur möglich, indem man auf „günstige“ Verarbeitung setzte. Bei einem beweglichen Roboterarm, welcher punktgenau Figuren auf einem Schachbrett ziehen muss, eine ziemlich mutige Aufgabe.

Novag 2Robot

Komplett aus Kunststoff gefertigt, ist dieser Roboterarm eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Bevor der Novag 2Robot eine Partie startet, justiert er den Greifarm. Im Falle von Fehlern kann man den Schachcomputer auch mit einer Tastenkombination zur kompletten Neu-Justierung des Roboterarms animieren. In der Praxis hat dies jedoch so gut wie nie funktioniert. Viel zu einfach kann man den Roboterarm auch im ausgeschalteten Zustand bewegen, was zwangsläufig dazu führt, dass das Gerät diesen Arm nicht mehr justieren kann. Während der Roboterarm ziellos übers Schachbrett wandert, weigert er sich komplett, seine Greifhand auszufahren. Ein typischer Defekt.

Novag 2Robot

Es hat schon seinen Grund, warum Industrie-Roboterarme ein kleines Vermögen kosten. Bei Industrierobotern ist es praktisch unmöglich, die mechanischen Bauteile im ausgeschalteten Zustand zu bewegen. Bei Novag 2 Robot wäre ein Industrie-Standard sehr schön gewesen, aber dann hätte der Schachcomputer viele tausend Euro im Verkauf gekostet.

Einige Jahre später fand die beim Phantom Force verwendete Technik dann erneut Einzug in den Schachmarkt. Mit Square Off wurde ein weiterer selbstziehender Schachcomputer entwickelt, welcher die Technik des Phantom Force verwendet. Preislich in der oberen Mittelklasse vertreten, besticht der Square Off Schachcomputer durch seine Anbindung an Onlinespielen und war am Anfang ein absoluter Renner. Nun sind seit der Veröffentlichung einige Jahre ins Land gegangen und mittlerweile gibt es auch bei diesem Gerät recht viele Reklamationen auf Grund von Defekten in der Zugausführung. Hier muss man dem Team hinter Square Off allerdings Lob aussprechen, denn es wird weiter an Verbesserungen gearbeitet. So ganz in den Griff wird man das Problem mit dem Verschleiß der Mechanik aber nicht bekommen. Solange sich etwas mechanisch bewegt, wird es immer Verschleiß geben.

Vor ein paar Monaten sollte dann der Durchbruch erfolgen. Ein selbstziehendes Schachbrett, welches ohne Mechanik auskommt und die Züge alleine durch das Vorhandensein von Elektromagneten auf dem Schachbrett ausführt. Klingt zu schön um wahr zu sein und so war es dann auch 🙂

Für die Firma DGT habe ich versucht, die Technik nachzubauen und einen Prototypen zu erstellen, der mittels Elektromagneten Züge auf einem Schachbrett ausführen kann. Ja, es ist möglich, aber niemand will an einem Schachbrett spielen, welches knapp 20 Zentimeter hoch ist. Man könnte hier mit Sicherheit weiter forschen und die Ergebnisse verbessern, aber hierbei stellt sich am Ende die Frage, was ein Schachspieler bereit ist, für ein solches selbstziehendes Schachbrett auszugeben. Aus Herstellersicht macht es keinen Sinn, wenn sich die Entwicklungskosten eines solchen Gerätes erst nach 20 Jahren einspielen.

Trotzdem wird natürlich von vielen Herstellern weiter geforscht und eventuell geht dieser Traum dann doch noch irgendwann in Erfüllung.

Solange selbstziehende Schachcomputer mechanische Bewegungen auf Basis von Magnet-Schienen und Roboterarmen aus Kunststoff ausführen, bleiben diese mehr Fluch, als Segen.

Bis bald

Euer Benny

 

Schachcomputer Revelation II AE beim Berliner Tatort – Das perfekte Verbrechen

Liebe Schachfreunde,

gestern war es nun soweit. Der bereits letzten Sommer in Berlin gedrehte Tatort mit dem Titel „Das perfekte Verbrechen“, wurde gestern zur besten Sendezeit im Ersten gezeigt. Fall es einer verpasst hat, kann er den Tatort unter folgendem Link in der ARD-Mediathek finden:

https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/das-perfekte-verbrechen-video-102.html

Tatort Das perfekte Verbrechen

Für Liebhaber und Fans von Schachcomputern war dieser Tatort ein echtes Schmankerl 🙂 Während den Dreharbeiten hatte mich die Produktionsfirma beauftragt, für bestimmte Szenen einen hochwertigen Schachcomputer zur Verfügung zu stellen.

(Siehe: https://schach.computer/tatort-berlin-colloquium/ )

Hier kam an für sich nur der DGT Revelation II AE in Frage. Revelation II Schachcomputer

Direkt vor Ort war ich überrascht, mit welchem Aufwand und Personal so ein Tatort gedreht wird. Hier wurde wirklich an alles gedacht und selbst die angemietete Villa versprühte den Charme eines Geheimbundes. Das war allerdings auch nicht schwer, da sich die Villa tatsächlich im Besitz einer Freimaurer-Loge befindet.

Tatort - Das perfekte Verbrechen Villa

Im Drehbuch waren die Szenen mit dem Schachcomputer schon recht aufwendig und ich war gespannt, wie viele Szenen am Ende dem Schnitt zum Opfer fallen würden. Hier ein kleiner Auszug:

Tatort das perfekte Verbrechen Drehbuch

Tatort das perfekte Verbrechen Drehbuch

Zwei verschiedene Mattkombinationen kamen für die entsprechenden Szenen zum Einsatz. Unter anderem Folgendes:

Tatort Das perfekte Verbrechen Diagramm

Hier nun ein paar Bilder vom Set, bei welchem der Revelation II AE seinen Einsatz hatte:

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

In der Endversion sah das Ganze im Tatort dann so aus:

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet diesen edlen Schachcomputer bei Topschach unter folgendem Link:

https://www.topschach.de/revelation-anniversary-edition-p-4153.html

Einen Drehtag beim Tatort mitzuerleben ist schon was Besonderes und es hat mir Spaß gemacht, bei den Szenen in welchen der Revelation II AE Schachcomputer zum Einsatz kam, meine Fachkenntnis weitergeben zu können.

Bis bald

Euer Benny

Lichess veröffentlicht offizielle API Schnittstelle

Der durch Spenden finanzierte Online-Schachserver Lichess bietet Schachspielern das wohl umfangreichste und größte Angebot im Onlineschach. Egal ob Analysieren , Spielen oder das Forschen in Lieblingseröffnungen, wird von Lichess praktisch alles geboten, was das Schachherz begehrt. Seit heute bietet Lichess nun die lang erwartete API-Schnittstelle an.

Lichess API Schnittstelle

Durch diese API-Schnittstelle ist es nun möglich, dass Drittanbieter das Onlinespielen auf Lichess in ihren Produkten anbieten können. Als Programmiersprache wird Python verwendet und hier beginnt der Spaß. Besitzer eines DGT Centaur, eines DGT Pi oder eines externen Raspberry Pi wissen, dass die dort verwendete Software ebenfalls in Python geschrieben wurde. Das Onlinespielen mit dem DGT Centaur (Hobbyprojekt von mir) und dem DGT Pi war bisher nur über eine Telnet-Verbindung möglich, welche einzig von den Schachservern FICS und ICC als Schnittstelle bereitgestellt werden. Die Programmierung ist in diesem Fall allerdings recht umständlich, da der Syntax der beiden Server relativ beschränkt ist.

Mit der API-Schnittstelle von Lichess wird das alles nun wesentlich einfacher.

Link zur API-Dokumentation: https://lichess.org/api

Hier wurde ganze Arbeit geleistet und dem Python-Programmierer stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, den DGT Centaur und den DGT Pi Lichess-Ready zu machen. Das Besondere ist hierbei auch, dass man über diese Schnittstelle auch Engines (Schach-Bots) einbinden kann. Diese werden anschließend auf dem Lichess-Server auch als Engines gekennzeichnet. Engine-Zweikämpfen steht damit nichts mehr im Weg. Wer das direkte Duell gegen einem menschlichen Gegner sucht, wird auch hier die Möglichkeiten der Lichess-API zu schätzen wissen.

Im Falle des DGT Centaur werde ich auch jeden Fall ein paar Tests machen und wenn es hierbei eine gute schnelle Möglichkeit gibt, online Schach zu spielen, auf die Telnet-Schnittstelle von FICS und vom ICC verzichten.

Für die Python-Programmierer unter uns gibt es jetzt auf jeden Fall genug neuen Stoff, an dem wir uns austoben können. 😉

Bis bald

Euer Benny

Chessbase nimmt die Fritz- und Chessbase-App aus dem Google Playstore

Und plötzlich waren sie weg. Klammheimlich entfernte Chessbase im Google-Store die mehr oder weniger beliebten Schach-Apps „Fritz“ und „Chessbase“.

Chessbase Apps

Lediglich die App fürs Onlinespielen ist noch erhältlich. Eine Nachfrage bei Chessbase ergab, dass sich die „Fritz“- und „Chessbase“-App momentan in „Reparatur“ befinden. Dies klingt etwas seltsam, da man Verbesserungen und Korrekturen problemlos als Update anbieten kann. Die Schachfreunde Topschach sind der Sache auf den Grund gegangen. 🙂

In den meisten Fällen verschwinden Apps im Google-Store, wenn diese nicht den Sicherheitsrichtlinien entsprechen. Es reicht hierbei schon aus, wenn man innerhalb einer App Funktionen von Webseiten hinzulädt. Programmiert man beispielsweise eine App und möchte innerhalb der App Grafiken direkt von einem Webserver laden, wird die App von Google nicht zugelassen. Dies ist auch sinnvoll, da man auf diese Weise nach Freigabe einer App von Google problemlos den Inhalt der App ändern könnte, ohne Veränderungen an der eigentlichen App im Playstore vornehmen zu müssen. Diese Third-Source-Änderungen könnten gegen die Richtlinien von Google verstoßen.

Eine Prüfung der „Fritz“-App und „Chessbase“-App ergab allerdings, dass keinerlei Beanstandungen von Seiten der Google-Richtlinien bestehen.

Somit hat Chessbase die beiden Apps tatsächlich selbst entfernt. Der Grund könnte sein, dass sich in der Schachszene mittlerweile herumgesprochen hat, wie einfach man bei diesen Apps den Kopierschutz (Eingabe einer gültigen Seriennummer) umgehen kann. Startet man die Chessbase-App, wird man per Pop-Up-Fenster aufgefordert, seinen Lizenzschlüssel einzugeben. Dieses Fenster lässt sich auch nicht wegklicken und ohne eine gültige Eingabe kann man die App nicht nutzen. Der findige Schachspieler kennt aber einen witzigen Trick. Man aktiviert an seinem Smartphone das automatische Drehen des Displays. Nun startet man die Chessbase-App und wartet bis das Fenster erscheint, in welchem man den Lizenzschlüssel eingeben muss. Dreht man nun das Smartphone, passt sich die Anzeige im Display (z.B. von horizontal in vertikal) entsprechend an. Hierbei verschwindet jedoch das Fenster mit der Aufforderung, seinen Lizenzschlüssel einzugeben und die App lässt sich in vollem Umfang nutzen.

Ich bin mir sehr sicher, dass dies der Grund ist, warum Chessbase die beiden Apps direkt aus dem Playstore entfernt hat. Es ist verständlich, dass Chessbase möglicherweise bis zur Lösung des Problems die beiden Apps nicht ungewollt kostenlos zur Verfügung stellen möchte.

Schön wäre es natürlich, wenn ich falsch liegen würde und Chessbase uns demnächst mit einer brandneuen App überrascht, welche all die Features enthält, die sowohl in der Fritz- als auch in der Chessbase-App schmerzlich vermisst wurden. Warten wir’s einfach ab. 😉

Bis bald

Euer Benny

TATORT – Das perfekte Verbrechen am 15.03.2020

Am 15.03.2020 läuft um 20:15 Uhr ein ganz besonderer Tatort im Ersten mit dem Titel „Das perfekte Verbrechen“. Bereits letzten Sommer wurde ich von der Produktionsfirma beauftragt, für eine Szene in diesem Tatort einen passenden Schachcomputer zur Verfügung zu stellen.

https://schach.computer/tatort-berlin-colloquium/

Neben dem DGT Centaur und dem Revelation II AE stand auch ein Fidelity V11 in der engeren Wahl. Zusammen mit der Produktionsfirma wurde sich für den Revelation II AE entschieden.Tatort Berlin Colloquium

Ich bin gespannt, wie viel man vom Revelation II AE im Tatort sehen wird und habe mittlerweile die Freigabe erhalten, das Bild- und Filmmaterial das ich während den Dreharbeiten aufgenommen habe, zu veröffentlichen. Ein entsprechender Artikel folgt in Kürze.

Mehr zum Tatort „Das perfekte Verbrechen“ und den Darstellern findet ihr unter folgendem Link:

https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/programm/2020/03/tatort–das-perfekte-vebrechen/figuren.html

Welchen Fall die Ermittler lösen müssen, wird hier beschrieben:

https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/programm/2020/03/tatort–das-perfekte-vebrechen/

Erstausstrahlung ist am 15.03.2020 um 20:15 Uhr im Ersten

Bis bald

Euer Benny

Revelation II AE Update mit Mephisto Bavaria Figurenerkennung

Das neuste Firmware-Update des Revelation II AE erweitert die Retro-Emulationen Mephisto Lyon, Vancouver und London um die Mephisto Bavaria-Figurenerkennung. Für viele Fans nostalgischer Schachcomputer wird damit ein kleiner Traum war. Im Unterschied zum Mephisto Modular, Exclusive und München -Brett, hatte der Mephisto Bavaria eine aktive Figurenerkennung, mit welcher schnell und unkompliziert Schachstellungen zur Analyse auf dem Brett aufgebaut werden konnten. Unterstützt wurde die Technik allerdings nur von den späteren WM-Modulen mit Lang-Programm.

Mephisto Bavaria

Richtig durchsetzen konnte sich der Mephisto Bavaria jedoch nicht, was zum Einen am hohen Preis lag und zum anderen auch an den vorhandenen Alternativen ohne Figurenerkennung. Das Feature war damals lediglich eine komfortable Eingabemöglichkeit für Schachstellungen. Erst mit dem Aufkommen von DGT-Brettern fand diese Technik durch Liveübertragungen von Schachpartien einen praktischeren Einsatz.

War der Mephisto München ein Gerät der Oberklasse, repräsentierte der Mephisto Bavaria zum damaligen Zeitpunkt die absolute Königsklasse. Es ist selbst heute noch sehr spannend, Stellungen aus aktuellen Partien von Weltklasse-Schachspielern mit den alten Schachcomputern unter die Lupe zu nehmen. Mehr als einmal wird man staunen, zu welchen Ergebnissen die damaligen Weltmeister-Schachprogramme in der Analyse kommen.

Revelation II AE Entwickler Ruud Martin hat hier ganze Arbeit geleistet und den Komfort des Mephisto Bavaria perfekt umgesetzt.

Bis bald

Euer Benny

Topschach auf der Spielwarenmesse in Nürnberg 2020

Die Spielwarenmesse in Nürnberg gehörte auch dieses Jahr zu unseren Pflicht-Terminen 🙂 Alle wichtigen Hersteller sind vertreten und unser erstes Ziel war der Stand der niederländischen Firma DGT. Hier konnte ich dann auch die neue DGT Echo Blinden-Schachuhr unter die Lupe nehmen.

Insgesamt macht diese Schachuhr einen sehr guten Eindruck. Die zum Abrufen der Restbedenkzeit notwendigen Tasten würde ich jedoch mit einer Signalfarbe versehen. Noch eleganter wäre es, wenn der Schachspieler die Tasten direkt am Kabel der Knopf-Kopfhörer hätte. Aber bis zum Release der DGT Echo ist ja noch etwas Zeit 🙂

Das die Entwicklung bei bestehenden Produkten ebenfalls weitergeführt wird, zeigen die nächsten Bilder des DGT Centaur. An der Optik des DGT Centaur wurde weiter optimiert und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

DGT Centaur Toy Fair 2020 DGT Centaur Toy Fair 2020

Einige Prozesse in der Herstellung werden nun von DGT direkt in den Niederlanden vorgenommen. Kenner des DGT Centaur werden die Unterschiede in der Optik sehr schnell erkennen 😉

Das bei DGT in diesem Jahr auf der Messe vor allem die Schachuhren im Vordergrund stehen, zeigen die folgenden Fotos:

DGT Schachuhren Toy Fair 2020DGT Schachuhren Toy Fair 2020

Das Angebot ist wirklich vielfältig, wobei die DGT 3000 Limited Edition, die DGT 3000, die DGT 2010 und die DGT 1001/1002 die tatsächlichen Bestseller sind. Im Bild rechts unten sieht man den DGT Travel Timer, welcher einem auf Wunsch auch eine zufällige Chess960-Stellung auslosen kann.

Nachdem die Kooperation zwischen DGT und dem Online-Schach-Anbieter Chess.com bereits die ersten Früchte trägt, wurde nun auch mit dem FIDE-Veranstalter WorldChess eine Kooperation eingegangen. Waren die Produkte aus dem Hause WorldChess wegen fehlender Logistik noch vor einiger Zeit nur schwer zu bekommen, wurde mit der Firma DGT ein starker Partner ins Boot geholt. Die neuen Produkte im WorldChess-Sortiment tragen unverkennbar die Handschrift der Firma DGT:

DGT WorldChess Toy Fair 2020 DGT WorldChess Toy Fair 2020 DGT WorldChess Toy Fair 2020

Die Starter-Sets aus dem Hause DGT sind seit Jahren ein Dauerbrenner und werden hauptsächlich im Schulschach eingesetzt. Neben dem wirklich gelungenen Design wird im WorldChess-Starter-Set auch eine Jahresmitgliedschaft auf dem offiziellen FIDE-Schachserver ARENA enthalten sein. Preislich soll das Paket für 34$ im Handel erhältlich sein. Aber auch hier werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen.

Interessante Gespräche gab es dann noch beim gemeinsamen Abendessen mit der Firma DGT. Hans Pees sprach über zukünftige Produkte und die allgemeine Entwicklung im Schachbereich. Unter anderem ist die Firma DGT der neue starke Sponsor der Amateur-Schach-Turnierserie DSAM.

Auch in diesem Jahr gab es auch wieder besonders skurrile Produkte auf der Spielwarenmesse:

Der Eye-Catcher für jedes Schaufenster mit Shitstorm-Garantie. 🙂

Soweit mein kleiner Bericht

Euer Benny

DGT Bretter ab sofort mit Apple Mac kompatibel / Chess.com unterstützt DGT Bretter

DGT Chess.com

Bereits im letzten Jahr gab es erste Tests auf dem Online-Schachserver von chess.com mit DGT Brettern. Auch jetzt läuft dieses Feature noch als Beta, aber absolut stabil. Damit ist chess.com der erste browserbasierte Onlineschach-Anbieter, welcher das Verwenden von DGT Sets unterstützt. Ein kostenpflichtiges Nutzerkonto ist hierzu bei chess.com nicht nötig. Hier eine kurze Anleitung.

  1. Zunächst benötigen wir ein kostenloses Konto auf dem chess.com Schachserver. Die Registrierung ist recht einfach und man kann sofort loslegen. (EDIT: Um die BETA-Features freizuschalten, muss das verwendete Benutzerkonto seit mindestens 30 Tagen existieren und man muss mindestens einen Aktivitätspunkt besitzen. Aktivitätspunkte erhält man, indem man zum Beispiel im Forum von chess.com Beiträge schreibt.)
  2. Nachdem wir uns auf dem Schachserver angemeldet haben, gehen wir in die Einstellungen und aktivieren die Features, welche sich noch in der Beta-Phase befinden: DGT Brett Chess.com
  3. Wir verbinden nun unser DGT Brett mit unserem Computer. Es werden sowohl Bluetooth, als auch USB und serielle Bretter unterstützt.
  4. Um unser DGT Set zu verwenden, benötigen wir nun die aktuelle Treiber-Software. Diese steht unter der folgenden Webseite kostenlos zur Verfügung und kann schnell und unkompliziert heruntergeladen und installiert werden: https://www.livechesscloud.com/software/ – Es werden hierbei Treiber für folgende Betriebssysteme angeboten: Windows, macOS und Linux. Hat man den passenden Treiber heruntergeladen und diesen gestartet, sucht der Treiber automatisch nach vorhanden Brettern und zeigt diese auf der rechten Seite des Treiberfensters an: DGT Chess.comSollte kein Brett angezeigt werden, kann man mittels des Menüpunktes „Serial Ports“ das zu verwendende Brett anhand des COM-Ports auswählen. Das DGT Brett ist nun betriebsbereit und wir gehen zurück auf die Webseite chess.com
  5. Wir klicken im Menü links auf „Spielen“:DGT Brett Chess.comund im anschließenden Fenster auf das Zahnrad rechts oben, um die Spiel-Einstellungen aufzurufen: DGT Brett Chess.comEs öffnet sich nun eine Box mit den Einstellungen, bei welchem wir nach unten scrollen und als letzten Punkt „DGT Smart Board“ finden. DGT Brett Chess.com Die Bezeichnung ist etwas unglücklich gewählt, da Chess.com alle DGT Bretter unterstützt und nicht nur die Kunststoff-DGT-Bretter, welche den Namen SmartBoard tragen. Aber das soll uns nicht weiter stören. Wir aktivieren diesen Punkt im Menü und klicken auf „Speichern“. Für eure Schachpartien, Analysen und das Schachtraining könnt ihr von nun an über den Schachserver chess.com euer DGT Brett verwenden! 🙂

Die DGT Bretter auf diese Weise unter macOS, Linux und Windows eingesetzt werden. Ich habe meine Tests mit allen drei Betriebssystemen erfolgreich abgeschlossen und keine Fehler gefunden. Als Browser empfehle ich allerdings Google-Chrome. Dieser hatte im Bezug auf Schnelligkeit bei meinen Tests die besten Ergebnisse. Die für die Anzeige der Züge bei DGT Brettern vorhandene DGT 3000 Schachuhr wird momentan noch nicht unterstützt. Die ersten Tests hierzu laufen allerdings schon und sind sehr vielversprechend.

Dreh- und Angelpunkt der ganzen Sache ist der mehr oder weniger neue DGT LiveChess Treiber, welcher für die wichtigsten Betriebssysteme zur Verfügung steht. Mit diesem Treiber steht eine umfangreiche API-Schnittstelle zur Verfügung, durch welche das Einbinden von DGT Brettern in browserbasierte Anwendungen ein Kinderspiel ist. Andere Anbieter wie Lichess und Chess24 werden sehr sicher bald nachziehen.

Allen Besitzern von DGT Brettern wünsche ich viel Spaß mit diesem neuen Feature. Falls ihr noch Fragen habt oder Hilfe beim Einrichten benötigt, stehe ich euch selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Bis bald

Euer Benny