DGT Centaur V2 Modifikation mit dem Raspberry Pi Zero 2

Wie bereits bekannt, bricht der Bootvorgang des Centaur V2 (Modifikation) wegen Unterspannung ab, wenn man den neuen Raspberry Pi Zero 2 verwendet. Durch einen etwas uneleganten Quickhack konnten wir den Abbruch verhindern und den DGT Centaur V2 starten. Ich teste nun, ob das System genauso stabil läuft, wie mit dem Zero W und wie sich die Mehrpower des Zero 2 auf die Akkulaufzeit auswirkt.

DGT Centaur V2 Zero 2

Da man momentan wesentlich einfacher an den Zero 2 rankommt, als an den 1er, ist das eine gute Möglichkeit für alle DGT Centaur Besitzer, doch noch die begehrte Modifikation zum Laufen zu bekommen 🙂

DGT Centaur V2 Zero 2

Ich halte euch auf dem Laufenden. 😉

Update 06.11.2021:

Ich habe nun sowohl den Quickhack „avoid_warnings=1“, als auch den Quickhack „avoid_warnings=2“ getestet. Grundsätzlich muss man hierbei wissen, dass mit diesen Quickhacks das Problem nicht gelöst, sondern umgangen wird. Die Programmierer unter uns werden sich noch daran erinnern, wie man bei frühen BASIC-Programmen beim Auftauchen von Fehlermeldungen einfach die Zeile „ON ERROR RESUME NEXT“ im Code eingefügt hat und damit die Fehlermeldungen unterdrücken konnte.

Genau das findet bei diesen Quickhacks auch statt. Folgendes ist hierbei allerdings zu beachten. Während „avoid_warnings=1“ die laufenden Schutzmechanismen des Zero 2 noch am Laufen hält (drosseln der CPU-Geschwindigkeit bei zu viel Hitzeentwicklung zum Beispiel), werden bei „avoid_warnings=2″ alle Schutzmechanismen außer Kraft gesetzt. Übertrieben gesprochen, könnte man damit einen Zero 2 auch soweit Übertakten, dass sich der Prozessor von selbst aus der Platine lötet. 😉 – Hier werden Erinnerungen an den ersten ausgelieferten Pentium-Prozessor in den 90ern wach, dessen Stifte sich tatsächlich trotz Kühlung verflüssigt haben. 🙂

Auf den Befehl „avoid_warnings=2“ sollte man daher nach Möglichkeit verzichten. Eine weitere Besonderheit ist die Akkulaufzeit. In meinen Tests hat sich diese beim Verwenden von „avoid_warnings=1“ gegenüber dem Zero 1 um etwa 30% reduziert. Verwendet man „avoid_warnings=2“ , kommt man auf eine Reduzierung der Akkulaufzeit von etwas mehr als 50%. Auffällig war bei meinen Tests auch, dass bei „avoid_warnings=2“ keine Akku-Schutzmechanismen gegriffen haben. Der Akku wurde ohne Reduzierung der Leistung einfach leergesaugt. Ein weiterer Grund, warum man auf „avoid_warnings=2“ verzichten sollte.

Meine Tests habe ich nicht unter Laborbedingungen durchgeführt und auch nicht mehrfach reproduziert. Ein wissenschaftlich sauberes Ergebnis meiner Tests schließe ich daher aus. Die Verwendung des Befehls „avoid_warnings=1“ funktioniert recht gut und auch die Akkulaufzeit ist passabel. Inwieweit sich das Unterdrücken von Warnmeldungen im Langzeitbetreib auswirkt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Bis bald

Euer Benny

4 Gedanken zu „DGT Centaur V2 Modifikation mit dem Raspberry Pi Zero 2

    • Hallo Gerhard,

      Der Raspverry Pi Zero 2 hat in Verbindung mit dem von uns eingesetzten Buster-Linux sehr gute Powermanagement-Funktionen, welche den Verbrauch bei Bedarf reduzieren. Das komplette Abschalten einzelner Kerne ist zwar möglich, aber dann könnte man auch gleich einen Zero W verwenden. Temporär ist Dein Tipp aber gut, da Zero 2 momentan einfacher und günstiger zu haben sind, als Zero W(/H). 🙂

      Viele Grüße

      Benny

    • Hallo Erwin,

      sobald eine ausreichende Anzahl an Zero 2 bei mir vorhanden ist. Wer schon jetzt einen umgebauten DGT Centaur möchte, kann den normalen DGT Centaur bestellen und bei der Bestellung die Nachricht hinterlassen, dass man den kostenlosen Umbau möchte. Anschließend sendet man mir einen Zero2 zu, welchen ich dann modifiziert und betriebsbereit zurück sende. Wie gesagt, ist der Umbau kostenlos. Leider ist es momentan bei den Hardware-Anbietern nicht möglich, mehrere Zero 2 zu bestellen. Deswegen muss dieser Umweg gegangen werden.

      Viele Grüße

      Benny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.