Komodo 14 – Die etwas andere Schachengine

Die Schachengine Komodo zog in der Vergangenheit viele Schachspieler in ihren Bann. Beim Analysieren seiner Schachpartien und auch als Gegner war Komodo gegenüber dem Platzhirschen Stockfish immer herrlich anders. In der nun veröffentlichten 14. Ausgabe der Komodo Schachengine, soll die Spielstärke nun nochmal um 40 ELO angehoben worden sein. Eine Zahl, welche höchstens statistisch interessant ist. Otto-Normalschachspieler wird von dieser Steigerung beim Analysieren und auch beim Spielen eher wenig mitbekommen.

Komodo 14

Das Komodo 14 Paket beinhaltet zwei unterschiedliche Engines. Zum Einen die normale Komodo 14 UCI, welche die besagten 40 ELO gegenüber der Komodo 13 UCI besser sein soll und zum anderen eine sog. Komodo 14 MCTS (Monte Carlo Tree Search) Engine. Seit der letzten Komodo-Version ( Komodo 13) haben die Programmierer Larry Kaufman und Mark Lefler den Monte Carlo Tree Search zur Variantenberechnung entdeckt und einen entsprechenden Algorithmus für die Komodo-Engine umgesetzt. Die Funktion selbst gibt es schon seit einigen Jahren und ist auch als zusätzliche Analyse-Option in der FRITZ-GUI für andere Engines enthalten. Wirklich durchgesetzt hat sich dieses Feature jedoch nicht.

Die Komodo MCTS Engine setzt allerdings komplett auf die Monte Carlo Tree Search Technik, wobei die Wertigkeit der Ergebnisse auch bei dem aktuellen Komodo 14 an die momentanen Spitzenengines nicht rankommt. Leela Zero und deren Derivat Fat Fritz setzen die Ideen die Hinter AlphaZero stecken einfach besser um und bringen in der Analyse die besseren Ergebnisse. Hierbei sollte man jedoch fairerweise erwähnen, dass dies tatsächlich nur auf höchstem Schachniveau zum Tragen kommt.

Trotzdem gibt es einen guten Grund, sich Komodo 14 zuzulegen. Jeder Schachspieler der seine Partien mit einer Chessbase-Software-GUI analysieren möchte, klickt hierzu auf den Button „Daueranalyse„. Die GUI lädt nun die gewählte Engine, welche unendlich vor sich hin rechnet und zeigt hierbei die aus der Sicht der Engine bestmögliche Fortsetzung an. Erfahrene Spieler wissen, dass man sich hierbei nicht auf die Analyse einer einzigen Variante verlassen sollte und so erhöht man in der GUI die Anzahl der zu berechnenden Fortsetzungen.

Zwei Varianten Stockfish

2 Fortsetzungen werden berechnet (Beispiel Engine Stockfish)

Wir können die Anzahl der zu Berechnenden Fortsetzungen beliebig erhöhen, wobei sich jedoch die zur Verfügung stehenden Ressourcen auf alle Varianten verteilen und mit jeder zusätzlichen Variante die Berechnung der einzelnen Fortsetzungen langsamer wird und das Erreichen einer ordentlichen Suchtiefe länger dauert.

Vier Varianten Stockfish

Die Engine berechnet nun 4 Fortsetzungen gleichzeitig (Beispiel Engine Stockfish)

Diese Art der Stellungsanalyse wird von praktisch jedem Vereinsspieler angewendet und genau hier hat die Komodo 14 MCTS Engine einen erheblichen Vorteil. Die MCTS-Technik ermöglicht eine schnelle und gute Analyse von mehreren Fortsetzungen und übertrifft hierbei auch den Open Source-Star Stockfish. Bei der Berechnung von nur einer einzigen Fortsetzung hat Stockfish klar die Nase vorn, aber aus praktischer Sicht ist es eben die Komodo 14 MCTS Engine, welche dem typischen Vereinsspieler einen ökonomischeren Analyseweg bietet, wenn es um die gleichzeitige Berechnung mehrerer Fortsetzungen geht.

Wer noch keinen Komodo besitzt, kann hier auf jeden Fall zugreifen. Besitzern von Komodo 13 kann ich die Version 14 nur schwer empfehlen, da es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels gibt es noch kein Upgrade-Angebot (Komodo 13 auf 14) gibt.

Komodo 14 ist ab sofort unter folgendem Link erhältlich:

https://www.topschach.de/komodo-14-p-4215.html

Bis bald

Euer Benny

Entwickler-Meeting – Marktführer DGT im Topschach Schachcenter

Auch in diesem Jahr fand das Entwickler Meeting der Firma DGT im Schachcenter von Topschach statt. Zwei Tage lang gab es ein Brainstorming über neue Produkte und die Verbesserung von bereits bestehenden Produkten. Nach dem durchschlagenden Erfolg des DGT Centaur, will die Firma DGT das Produktsortiment im Bereich Schachcomputer weiter ausbauen. Bei der Entwicklung weiterer Schachcomputer wird DGT auch zukünftig auf Plug and Play setzen und trotzdem eine große Funktionsvielfalt ermöglichen.

Die Bedienbarkeit von Schachcomputern muss einfach sein. Hierbei wurde sich unter anderem auch über das Speichern von Schachpartien beim DGT Centaur und beim DGT Pi ausgetauscht. Für beide Schachcomputer wurden sehr gute Lösungen aufgezeigt, wie der Anwender ohne großen Aufwand seine gespielten Partien auf beliebige Endgeräte bringen kann.

Schon heute ist es möglich, beim DGT Pi Partien zu Speichern, auszulesen und sich per Email zusenden zu lassen. Dies setzt jedoch Einiges an Know-How und Bastelei voraus und ist nicht jedermanns Sache. Schachspieler möchten Schach spielen und nicht an tausend Schrauben herumdrehen, bis alles passt. Hier wird es beim DGT Pi ein Update geben, welches die Funktionsvielfalt des DGT Pi einem breiteren Kreis von Schachspielern zugänglich macht.

DGT Hans Pees Schachcenter Topschach

DGT (v.l Hans, Stepahnie und Michaël)

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Entwicklung von Schach-Applikationen für iOS und Android. Hierbei ging es hauptsächlich um die Möglichkeit, die bereits im Sortiment von DGT vorhandenen Produkte (Elektronische Schachsets) mit zusätzlichen Features im Onlineschach zu erweitern. Gerade dieser Markt hat sich auf Grund der Einschränkungen der Corona-Krise in den letzten Wochen rasant entwickelt, weshalb man bei der Planung von neuen Produkten auch hier Akzente setzen wird.

Ein im Sortiment bereits vorhandener Schachcomputer ist der Revelation II AE. Dieser wurde vor nicht allzu langer Zeit mit stärkerer Hardware ausgestattet und gilt als das Nonplusultra unter den Schachcomputern. Es wurde beim Meeting in lebhafter Diskussion erörtert, wie das nächste Software-Update bei diesem Gerät aussehen könnte.

Bereits kurz vor der Serienproduktion steht die Schachuhr für Schachspieler mit eingeschränkter Sehkraft, die DGT Echo. Diese wurde bereits auf Turnieren erfolgreich getestet und kam bei den Anwendern sehr gut an.

DGT Echo Schachuhr für Blinde

Gelobt wurde vor allen Dingen die Größe und das Gewicht dieser Schachuhr. Die in diesem Bereicht bereits vorhandenen Schachuhren anderer Hersteller sind zum Teil sehr sperrig und auch auf Grund des Gewichts nicht komfortabel zu transportieren. Das Bedienteil der DGT Echo ist leicht zugänglich, besitzt Brailleschrift und der Druckpunkt der einzelnen Knöpfe ist perfekt gewählt. Hier hat sich die Firma DGT wirklich ins Zeug gelegt, um den Ansprüchen der Anwender gerecht zu werden.

DGT Echo DGT 3000 Verlgeich

links die DGT 3000 / rechts die DGT Echo

Die Einstellmöglichkeiten der DGT Echo sind mit denen der DGT 3000 identisch. Die DGT Echo erhält in Kürze auch die FIDE-Zertifizierung und wird damit die einzige Blinden-Schachuhr in diesem Bereich sein, mit diesem Zertifikat.

Als neugieriger Entwickler habe ich natürlich auch einen Blick in das Innere der Uhr geworfen und war erstaunt, wie ökonomisch DGT die zusätzlichen Funktionen umgesetzt hat.

DGT Echo Platine

Als Entwickler kommt mir da natürlich gleich die Idee, aus einer DGT Echo in Verbindung mit einem DGT Pi eine DGT Echo Pi zu basteln, wobei sich mir im Moment jedoch keine Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens erschließt. 😉

Selbstverständlich werde ich die DGT Echo auf Herz und Nieren testen und das Ergebnis in meinem YouTube-Kanal veröffentlichen.

Abgeschlossen haben wir das Entwickler-Meeting mit einem gemeinsamen Abend in lockerer Runde in unserem Stammlokal „El Diablo“.

DGT Topschach

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieses Meeting eine wichtige Inspiration für die zukünftigen Produkte aus dem Hause DGT war. Die seit über 10 Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit trägt erneut Früchte und ich freue mich schon, die spannenden Neuentwicklungen hier zu präsentieren.

Bis bald

Euer Benny

Real Time Battle Shogi – Eine Idee fürs Schach?

In meiner Brettspiel-Auflistung zur Playstation 4 habe ich tatsächlich eines meiner Lieblingsspiele vergessen. Real Time Battle Shogi!

Real Time Battle Shogi

Die Idee dahinter finde ich ziemlich interessant und ich glaube, dass man das auch fürs Schach umsetzen könnte. Das Spielprinzip ist Folgendes:

Beide Seiten sind immer am Zug und man darf beliebig viele Züge auf dem Brett ausführen. Hat man einen Stein gezogen, erscheint über diesem Stein ein Countdown, welcher anzeigt, wann man diesen gezogenen Stein wieder ziehen darf. Auf diese Weise werden Durchmärsche mit einzelnen Figuren verhindert und es entstehen interessante Partien. Schnelligkeit und ein guter Überblick sind erforderlich. Folgendes Video illustriert das Ganze ziemlich gut:

Während beim Schach ziemlich schnell (schon in den ersten Zügen) im Zentrum die Figuren und Bauern aufeinander treffen können, ist Shogi etwas gemächlicher und man hat etwas Zeit, seine Spielsteine in eine gute Angriffsformation aufzustellen.Ich glaube, dass dieses Spielprinzip eine gute Bereicherung für unser Schachspiel wäre. Wie würde ein Stockfish unter diesen Bedingungen spielen?

Ich kann mir auch einen Brettschachcomputer vorstellen, bei welchem nach einem Zug das entsprechende Feld rot wird und man mit der Figur/Bauern auf dem Feld erst wieder ziehen kann, wenn der Countdown abgelaufen ist und die rote Anzeige im Feld verschwindet.

Real Time Battle Shogi wurde bisher für die Playstation 4 und das Nintendo Switch veröffentlicht. Bei der Nintendo-Version gibt es seit dem letzten Update sogar einen Online-Spielserver. Playstation 4 Besitzer müssen hier noch etwas warten.

Bis bald

Euer Benny

Schach & Shogi auf der Playstaion 4

Abseits von den Brettschachcomputern und Schachengines am PC,existiert eine kleine Nische in der Nische. Ja!, es gibt sie! Die Brettspielkünstler auf der Playstation 4. Als ich mir vor einigen Jahren eine solche Daddelkiste zugelegt habe, hielt ich selbstverständlich als Erstes Ausschau nach Schachsoftware im Playstation-Store zuhalten. Mit Ultra Chess wurde ich fündig.

Ultra Chess PS4

Mein Interesse galt hauptsächlich der dort eingesetzten Engine und wie stark diese auf der Hardware der PS4 ist. Ein Engine-Autor wird nicht genannt und so versuchte ich, anhand des Spielstils Ähnlichkeiten zu bekannten PC-Engines auszumachen. Nach einigen Partien kam ich zu dem Schluss, dass Ultra Chess ziemliche Ähnlichkeiten mit dem Spielstil von HIARCS aufweist. Mutiges Angriffsschach das für Überraschungen sorgt. Auf der höchsten Spielstufe kann die eingesetzte Engine allerdings nicht mit einem aktuellen Stockfish mithalten. Trotzdem würde ich die Spielstärke auf etwa 2600 ELO schätzen.

Ultra Chess PS4

Optisch ist das Ganze natürlich ein Augenschmaus. In Verbindung mit der VR-Brille und den Move-Controllern kann man sich sogar komplett von der Außenwelt lösen und befindet sich in unterschiedlichen Umgebungen, die zum Zocken einladen. Mit den Move-Controllern fasst man die Figuren wie bei einem Real-Brett an und zieht diese von einem Feld zum anderen. Wirklich beeindruckend, wie das umgesetzt wurde.

Ein zusätzliches Schmankerl ist das Onlinespielen. Hier kann man sich mit einer mehr oder weniger großen Anzahl an PS4-Schachspielern messen, was jedoch zu mehr Frust als Lust am PS4-Schach führt. Ich kann sagen, dass man unter den PS4-Schachspielern praktisch keine Vereinsspieler findet. Entweder findet man Gegner, welche man nach nur wenigen Zügen zur Aufgabe zwingt, oder man trifft auf die in Masse vorhandenen Cheater, welche sich teilweise eine ELO von 6000-7000 ergaunert haben. Eine Cheating-Kontrolle existiert nicht und ich denke das Ultra Chess ein sehr schönes Beispiel dafür ist, was passiert, wenn man Menschen in einen Topf schmeißt und unkontrolliert gegeneinander spielen lässt.

Waren es zunächst nur 2-3 Spieler, welche mit tausenden von ELO-Punkten die Tabellen anführten, sind es nach nur einem Jahr einige Hundert. Zum Glück kann man auch Freunde zum Spielen einladen von denen man sicher weiß, dass diese selbst um die Punkte kämpfen.

Man kann Turniere Veranstalten und gegen andere Teams in die Schlacht ziehen. Technisch ist das alles schön umgesetzt und für viele PS4-Besitzer ein netter Zeitvertreib. Erwähnenswert ist noch, dass im „Abspann“ des Spiels auch ein gewisser GM Niclas Huschenbeth genannt wird. 🙂 Er war einer der Tester, bevor das Spiel auf den Markt kam.

Im Prinzip könnte mein kurzer Ausflug in das Brettspiel-Reich der Playstation 4 hier schon enden, aber werfen wir einfach mal einen Blick über den Teich. Genau genommen Japan. Für PS4-Besitzer ist es fast schon Pflicht, sich neben einem deutschen PS4-Account auch einen japanischen Account anzulegen. Hierbei gibt es einige Hürden zu bezwingen (Zweitwohnsitz in Japan, japanische Kreditkarte, etc.), aber es soll sich lohnen.

Sucht man im japanischen PS4-Store nach Brettspielen, wird man mit einer schönen Vielfalt überrascht. Gerade der Hersteller Silverstar versorgt nicht unerheblich den virtuellen Brettspielmarkt. Exklusiv für den japanischen Markt hat dieser Hersteller auch ein kleines Schachprogramm für die PS4 entwickelt, welches auf den nicht gerade kreativen Namen Silverstar Schach hört.

Silverstar Schach

Silverstar Schach

Um es kurz zu fassen > Eine lieblose zusammen geschusterte Schachsoftware für die PS4, welche zudem auch noch richtig mies spielt. Braucht man nicht wirklich. Aber Japan gilt auch nicht als Hochburg des westlichen Schachs. Viel mehr Liebe stecken die Hersteller schon eher in das japanische Schach namens Shogi. Viele von euch wissen, dass ich auch ein passionierter Shogi-Spieler bin. Ok,- 🙂 Ich spiele eigentlich so ziemlich jedes exotische Brettspiel, bei welchem nicht gewürfelt wird. 🙂

Der absolute HIT ist hier die PS4-Version von Asonde Shogi ga Tsuyokunaru ! Ginsei Shogi DX.

Asonde Shogi ga Tsuyokunaru ! Ginsei Shogi DX

Für Shogi-Spieler ein absolutes Muss. Die Engine ist bei voller Spielstärke wuchtig stark, lässt sich aber bei Bedarf drosseln. Es gibt einen adaptiven Modus und eine angenehme Auswahl an Gegnern. Auch kann man seine Partien anschließend vom Computer analysieren lassen und erhält Hinweise auf schlechte Züge und lehrreiche Kommentare.

Asonde Shogi ga Tsuyokunaru ! Ginsei Shogi DX

Allen Shogi-Spielern die eine Playstation 4 besitzen kann ich diese Software wärmstens empfehlen! Man sollte allerdings schon etwas Erfahrung im Shogi haben, um nicht schon in den ersten Leveln zu scheitern. Für pure Anfänger gibt es allerdings auch eine Software: Kanazawa Shogi 2 -Lv.300-

Kanazawa Shogi 2 -Lv.300-

Wie der Name schon sagt, bietet dieses Software 300 Spielstufen, um sich im Shogi nach oben zu kämpfen. Die ersten Level eignen sich besonders für Anfänger und es ist ein schönes Gefühl, sich Schritt für Schritt nach oben zu kämpfen. Zwar bietet das Programm nicht die Features von Ginsei Shogi DX, aber zum Spielen und lernen ist es eine gute Wahl.

Kanazawa Shogi 2 -Lv.300-

Auch hier gibt es von meiner Seite aus eine Empfehlung. Generell kann ich sagen, dass Schachspieler sich unbedingt mal das japanische Schach Shogi anschauen sollten. Der Einstieg fällt hierbei ziemlich leicht und es erweitert den schachlichen Horizont. Da beim Shogi geschlagene Steine wieder eingesetzt werden dürfen, gibt es praktisch keine echten Endspiele. Shogi ist wesentlich komplexer als Schach und wenn man nach einigen Partien wieder zum westlichen Schach zurück findet, wirkt unser Spiel mit den 32 Figuren für kurze Zeit wie leichte Kost. 😉

Zu guter Letzt möchte ich noch auf ein Brettspiel hinweisen, welches sowohl als Reversi, als auch als Othello bekannt ist. Mit Minna no Othello gibt es hier einen schönen Ableger für die PS4

Minna no Othello

Für Zwischendurch eine schöne Abwechslung und ziemlich gut, wenn man sich im Vorausberechnen von Zügen üben möchte. Auch hier gibt es eine große Auswahl von Spielstufen, sodass einem nie langweilig wird.

Wer eine Playstation 4 besitzt und ein Faible für Brettspiele hat, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.

Soweit mein kleiner Abstecher in die Brettspielwelt der Playstation 4.

Euer Benny

Selbstziehende Schachcomputer – Mehr Fluch als Segen

Selbstziehende Schachcomputer haben etwas Mystisches. Bereits in den 80ern gab es Schachcomputer, welche die Figuren auf dem Brett wie von Geisterhand zogen und auf den Spielwarenmessen für ungläubige Blicke sorgten. In meiner Schachcomputer-Sammlung findet sich zum Beispiel der Mephisto Phantom. Ein Gerät, welches Anfang der 90er auf den Markt kam und als einziges Gerät dieser Bauart eine recht passable Spielstärke aufweist. Mit etwa 1500 DM wurde der Schachcomputer seinerzeit angeboten und war damit kein Spaß zum Schnäppchenpreis, weshalb die Verkaufszahlen eher dürftig waren. Für 1500,-€ gab es damals schon Schachcomputer, welche zwar nicht die Züge auf dem Brett ausführten, aber dafür viel mehr Spielstärke und Komfort boten.

Die selbstziehenden Schachcomputer verschwanden vom Markt, bis die Firma Excalibur Anfang 2008 das Thema „selbstziehender Schachcomputer“ aufgriff und den Phantom Force Schachcomputer auf den Markt brachte. Mit ursprünglich gut 200,-€ Verkaufspreis ein wahres Schnäppchen, gegenüber den Geräten aus den 80ern und 90ern, aber leider wurde auch bei diesem Gerät nur eine maximale Spielstärke von etwa 1600 ELO geboten.

Phantom Force

Fast zeitgleich zog der damalige Hersteller NOVAG nach, und präsentierte den Schachcomputer Novag 2Robot. Mit einem Roboter-Greifarm ausgestattet, war auch dieses Gerät in der Lage, seine Züge am Brett selbst auszuführen. Auch dieses Gerät bestach durch einen sehr attraktiven Preis von knapp 200,-€.

Novag 2Robot

Und genauso wie beim Phantom Force der Konkurrenz, war die Spielstärke eher dürftig. Beide Schachcomputer hatten jedoch eine weitere Gemeinsamkeit. Sie verschwanden nach etwa 2 Jahren von der Bildfläche. Hin und wieder tauchte mal ein neuer Schwung von den Geräten auf, aber hierbei handelte es sich ausschließlich um Rest-Exemplare aus Lagerverkäufen der Hersteller. Die Verkaufszahlen beider Geräte waren ziemlich gut und nicht der Grund für das vorzeitige Verschwinden.

Der Knackpunkt war, dass beide Geräte absolut fehleranfällig waren und so gut wie jedes Gerät beider Marken kaum die Garantiezeit von 2 Jahren überlebte. Das hatte zur Folge, dass der Gewinn den die Hersteller mit den guten Verkaufszahlen einfuhren, durch Garantie-Reparaturen und Gerätetausch sich schnell in Luft aufgelöst hat und am Ende in einem finanziellen Desaster gipfelte.

Schuld für das frühzeitige Ableben der Geräte war nicht die eingesetzte Technik, sondern deren Umsetzung. Um den Kampfpreis von knapp 200,-€ zu halten, musste an allen Ecken und Enden gespart werden. Einen Schachcomputer zu produzieren der über Jahrzehnte seinen Dienst verrichtet, ist nicht unmöglich, aber sobald Mechanik die sich bewegt ins Spiel kommt, sieht die Sache etwas anders aus.

Beim Phantom Force setzte man auf die Magnet-Schienen-Technik. Hierbei befindet sich unterhalb des Schachbretts ein Magnet, welcher über zwei Riemen auf zwei Schienen entlang gezogen wurde und dadurch die Figuren auf dem Brett ziehen konnte. Verschleiß war praktisch vorprogrammiert. Selbst Jahre später suchen mich Schachcomputer-Sammler für eine Reparatur dieser Geräte auf und ein Blick ins Innere offenbart sehr schnell, dass es dem Hersteller durchaus bewusst sein konnte, dass die Lebensdauer des Phantom Force ziemlich begrenzt ist.

Schachcomputer Phantom Force

Was sich im Inneren des Phantom Force befindet, sieht schon ziemlich abenteuerlich aus, aber es funktionierte. Aber werfen wir einfach mal einen Blick auf ein wesentliches Detail.

Schachcomputer Phantom Force

Wir sehen hier die sogenannte Spannfeder, welche dafür sorgt, dass die Schienen und der Magnet nicht durch wackelige Riemen aus dem Gleichgewicht geraten. Man findet diese Art von Federn auch in Kugelschreibern, aber anders als bei diesen Schreibutensilien, ist diese Feder beim Phantom Force ständig unter Spannung. Es ist klar, dass witterungsbedingt und auch durch die ständige Verwendung des Schachcomputers diese Feder nicht ewig halten wird. Zudem reagiert diese Feder auf Erschütterungen ziemlich sensibel und es reichte bei manchen Geräten ein kurzes Schütteln aus, um bei dem Schachcomputer einen dauerhaften Defekt zu erzeugen. Hier hatte der Hersteller aber mitgedacht und unterhalb des Gerätes einen Schalter platziert, mit welchem man die Schienen für den Transport fixieren konnte. Wollte man anschließend mit dem Gerät spielen, musste man die Fixierung lösen.

Vergaß man das Lösen der Fixierung vor dem Starten einer Schachpartie, gab es für den Anwender bereits beim ersten Zug ein böses Erwachen. Nicht bei allen, aber bei vielen Geräten führte alleine dieser Lapsus zum dauerhaften Defekt. Auch ist es so, dass die meisten dieser Schachcomputer in einem Kinderzimmer ein neues Zuhause fanden und das Kinder mit ihrem Spielzeug nicht immer ganz so sorgsam umgehen, ist bekannt. Ein kurzer Klappser nach einer verlorenen Partie auf eine der Kunststoff-Seiten des Phantom Force quittierten viele Geräte mit Dauerstreik.

Kommen wir zum Novag 2Robot. Auch hier war der „niedrige“ Preis nur möglich, indem man auf „günstige“ Verarbeitung setzte. Bei einem beweglichen Roboterarm, welcher punktgenau Figuren auf einem Schachbrett ziehen muss, eine ziemlich mutige Aufgabe.

Novag 2Robot

Komplett aus Kunststoff gefertigt, ist dieser Roboterarm eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Bevor der Novag 2Robot eine Partie startet, justiert er den Greifarm. Im Falle von Fehlern kann man den Schachcomputer auch mit einer Tastenkombination zur kompletten Neu-Justierung des Roboterarms animieren. In der Praxis hat dies jedoch so gut wie nie funktioniert. Viel zu einfach kann man den Roboterarm auch im ausgeschalteten Zustand bewegen, was zwangsläufig dazu führt, dass das Gerät diesen Arm nicht mehr justieren kann. Während der Roboterarm ziellos übers Schachbrett wandert, weigert er sich komplett, seine Greifhand auszufahren. Ein typischer Defekt.

Novag 2Robot

Es hat schon seinen Grund, warum Industrie-Roboterarme ein kleines Vermögen kosten. Bei Industrierobotern ist es praktisch unmöglich, die mechanischen Bauteile im ausgeschalteten Zustand zu bewegen. Bei Novag 2 Robot wäre ein Industrie-Standard sehr schön gewesen, aber dann hätte der Schachcomputer viele tausend Euro im Verkauf gekostet.

Einige Jahre später fand die beim Phantom Force verwendete Technik dann erneut Einzug in den Schachmarkt. Mit Square Off wurde ein weiterer selbstziehender Schachcomputer entwickelt, welcher die Technik des Phantom Force verwendet. Preislich in der oberen Mittelklasse vertreten, besticht der Square Off Schachcomputer durch seine Anbindung an Onlinespielen und war am Anfang ein absoluter Renner. Nun sind seit der Veröffentlichung einige Jahre ins Land gegangen und mittlerweile gibt es auch bei diesem Gerät recht viele Reklamationen auf Grund von Defekten in der Zugausführung. Hier muss man dem Team hinter Square Off allerdings Lob aussprechen, denn es wird weiter an Verbesserungen gearbeitet. So ganz in den Griff wird man das Problem mit dem Verschleiß der Mechanik aber nicht bekommen. Solange sich etwas mechanisch bewegt, wird es immer Verschleiß geben.

Vor ein paar Monaten sollte dann der Durchbruch erfolgen. Ein selbstziehendes Schachbrett, welches ohne Mechanik auskommt und die Züge alleine durch das Vorhandensein von Elektromagneten auf dem Schachbrett ausführt. Klingt zu schön um wahr zu sein und so war es dann auch 🙂

Für die Firma DGT habe ich versucht, die Technik nachzubauen und einen Prototypen zu erstellen, der mittels Elektromagneten Züge auf einem Schachbrett ausführen kann. Ja, es ist möglich, aber niemand will an einem Schachbrett spielen, welches knapp 20 Zentimeter hoch ist. Man könnte hier mit Sicherheit weiter forschen und die Ergebnisse verbessern, aber hierbei stellt sich am Ende die Frage, was ein Schachspieler bereit ist, für ein solches selbstziehendes Schachbrett auszugeben. Aus Herstellersicht macht es keinen Sinn, wenn sich die Entwicklungskosten eines solchen Gerätes erst nach 20 Jahren einspielen.

Trotzdem wird natürlich von vielen Herstellern weiter geforscht und eventuell geht dieser Traum dann doch noch irgendwann in Erfüllung.

Solange selbstziehende Schachcomputer mechanische Bewegungen auf Basis von Magnet-Schienen und Roboterarmen aus Kunststoff ausführen, bleiben diese mehr Fluch, als Segen.

Bis bald

Euer Benny

 

Schachcomputer Revelation II AE beim Berliner Tatort – Das perfekte Verbrechen

Liebe Schachfreunde,

gestern war es nun soweit. Der bereits letzten Sommer in Berlin gedrehte Tatort mit dem Titel „Das perfekte Verbrechen“, wurde gestern zur besten Sendezeit im Ersten gezeigt. Fall es einer verpasst hat, kann er den Tatort unter folgendem Link in der ARD-Mediathek finden:

https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/das-perfekte-verbrechen-video-102.html

Tatort Das perfekte Verbrechen

Für Liebhaber und Fans von Schachcomputern war dieser Tatort ein echtes Schmankerl 🙂 Während den Dreharbeiten hatte mich die Produktionsfirma beauftragt, für bestimmte Szenen einen hochwertigen Schachcomputer zur Verfügung zu stellen.

(Siehe: https://schach.computer/tatort-berlin-colloquium/ )

Hier kam an für sich nur der DGT Revelation II AE in Frage. Revelation II Schachcomputer

Direkt vor Ort war ich überrascht, mit welchem Aufwand und Personal so ein Tatort gedreht wird. Hier wurde wirklich an alles gedacht und selbst die angemietete Villa versprühte den Charme eines Geheimbundes. Das war allerdings auch nicht schwer, da sich die Villa tatsächlich im Besitz einer Freimaurer-Loge befindet.

Tatort - Das perfekte Verbrechen Villa

Im Drehbuch waren die Szenen mit dem Schachcomputer schon recht aufwendig und ich war gespannt, wie viele Szenen am Ende dem Schnitt zum Opfer fallen würden. Hier ein kleiner Auszug:

Tatort das perfekte Verbrechen Drehbuch

Tatort das perfekte Verbrechen Drehbuch

Zwei verschiedene Mattkombinationen kamen für die entsprechenden Szenen zum Einsatz. Unter anderem Folgendes:

Tatort Das perfekte Verbrechen Diagramm

Hier nun ein paar Bilder vom Set, bei welchem der Revelation II AE seinen Einsatz hatte:

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

In der Endversion sah das Ganze im Tatort dann so aus:

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Tatort Das perfekte Verbrechen Schachcomputer Set

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet diesen edlen Schachcomputer bei Topschach unter folgendem Link:

https://www.topschach.de/revelation-anniversary-edition-p-4153.html

Einen Drehtag beim Tatort mitzuerleben ist schon was Besonderes und es hat mir Spaß gemacht, bei den Szenen in welchen der Revelation II AE Schachcomputer zum Einsatz kam, meine Fachkenntnis weitergeben zu können.

Bis bald

Euer Benny

Lichess veröffentlicht offizielle API Schnittstelle

Der durch Spenden finanzierte Online-Schachserver Lichess bietet Schachspielern das wohl umfangreichste und größte Angebot im Onlineschach. Egal ob Analysieren , Spielen oder das Forschen in Lieblingseröffnungen, wird von Lichess praktisch alles geboten, was das Schachherz begehrt. Seit heute bietet Lichess nun die lang erwartete API-Schnittstelle an.

Lichess API Schnittstelle

Durch diese API-Schnittstelle ist es nun möglich, dass Drittanbieter das Onlinespielen auf Lichess in ihren Produkten anbieten können. Als Programmiersprache wird Python verwendet und hier beginnt der Spaß. Besitzer eines DGT Centaur, eines DGT Pi oder eines externen Raspberry Pi wissen, dass die dort verwendete Software ebenfalls in Python geschrieben wurde. Das Onlinespielen mit dem DGT Centaur (Hobbyprojekt von mir) und dem DGT Pi war bisher nur über eine Telnet-Verbindung möglich, welche einzig von den Schachservern FICS und ICC als Schnittstelle bereitgestellt werden. Die Programmierung ist in diesem Fall allerdings recht umständlich, da der Syntax der beiden Server relativ beschränkt ist.

Mit der API-Schnittstelle von Lichess wird das alles nun wesentlich einfacher.

Link zur API-Dokumentation: https://lichess.org/api

Hier wurde ganze Arbeit geleistet und dem Python-Programmierer stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, den DGT Centaur und den DGT Pi Lichess-Ready zu machen. Das Besondere ist hierbei auch, dass man über diese Schnittstelle auch Engines (Schach-Bots) einbinden kann. Diese werden anschließend auf dem Lichess-Server auch als Engines gekennzeichnet. Engine-Zweikämpfen steht damit nichts mehr im Weg. Wer das direkte Duell gegen einem menschlichen Gegner sucht, wird auch hier die Möglichkeiten der Lichess-API zu schätzen wissen.

Im Falle des DGT Centaur werde ich auch jeden Fall ein paar Tests machen und wenn es hierbei eine gute schnelle Möglichkeit gibt, online Schach zu spielen, auf die Telnet-Schnittstelle von FICS und vom ICC verzichten.

Für die Python-Programmierer unter uns gibt es jetzt auf jeden Fall genug neuen Stoff, an dem wir uns austoben können. 😉

Bis bald

Euer Benny

Chessbase nimmt die Fritz- und Chessbase-App aus dem Google Playstore

Und plötzlich waren sie weg. Klammheimlich entfernte Chessbase im Google-Store die mehr oder weniger beliebten Schach-Apps „Fritz“ und „Chessbase“.

Chessbase Apps

Lediglich die App fürs Onlinespielen ist noch erhältlich. Eine Nachfrage bei Chessbase ergab, dass sich die „Fritz“- und „Chessbase“-App momentan in „Reparatur“ befinden. Dies klingt etwas seltsam, da man Verbesserungen und Korrekturen problemlos als Update anbieten kann. Die Schachfreunde Topschach sind der Sache auf den Grund gegangen. 🙂

In den meisten Fällen verschwinden Apps im Google-Store, wenn diese nicht den Sicherheitsrichtlinien entsprechen. Es reicht hierbei schon aus, wenn man innerhalb einer App Funktionen von Webseiten hinzulädt. Programmiert man beispielsweise eine App und möchte innerhalb der App Grafiken direkt von einem Webserver laden, wird die App von Google nicht zugelassen. Dies ist auch sinnvoll, da man auf diese Weise nach Freigabe einer App von Google problemlos den Inhalt der App ändern könnte, ohne Veränderungen an der eigentlichen App im Playstore vornehmen zu müssen. Diese Third-Source-Änderungen könnten gegen die Richtlinien von Google verstoßen.

Eine Prüfung der „Fritz“-App und „Chessbase“-App ergab allerdings, dass keinerlei Beanstandungen von Seiten der Google-Richtlinien bestehen.

Somit hat Chessbase die beiden Apps tatsächlich selbst entfernt. Der Grund könnte sein, dass sich in der Schachszene mittlerweile herumgesprochen hat, wie einfach man bei diesen Apps den Kopierschutz (Eingabe einer gültigen Seriennummer) umgehen kann. Startet man die Chessbase-App, wird man per Pop-Up-Fenster aufgefordert, seinen Lizenzschlüssel einzugeben. Dieses Fenster lässt sich auch nicht wegklicken und ohne eine gültige Eingabe kann man die App nicht nutzen. Der findige Schachspieler kennt aber einen witzigen Trick. Man aktiviert an seinem Smartphone das automatische Drehen des Displays. Nun startet man die Chessbase-App und wartet bis das Fenster erscheint, in welchem man den Lizenzschlüssel eingeben muss. Dreht man nun das Smartphone, passt sich die Anzeige im Display (z.B. von horizontal in vertikal) entsprechend an. Hierbei verschwindet jedoch das Fenster mit der Aufforderung, seinen Lizenzschlüssel einzugeben und die App lässt sich in vollem Umfang nutzen.

Ich bin mir sehr sicher, dass dies der Grund ist, warum Chessbase die beiden Apps direkt aus dem Playstore entfernt hat. Es ist verständlich, dass Chessbase möglicherweise bis zur Lösung des Problems die beiden Apps nicht ungewollt kostenlos zur Verfügung stellen möchte.

Schön wäre es natürlich, wenn ich falsch liegen würde und Chessbase uns demnächst mit einer brandneuen App überrascht, welche all die Features enthält, die sowohl in der Fritz- als auch in der Chessbase-App schmerzlich vermisst wurden. Warten wir’s einfach ab. 😉

Bis bald

Euer Benny

TATORT – Das perfekte Verbrechen am 15.03.2020

Am 15.03.2020 läuft um 20:15 Uhr ein ganz besonderer Tatort im Ersten mit dem Titel „Das perfekte Verbrechen“. Bereits letzten Sommer wurde ich von der Produktionsfirma beauftragt, für eine Szene in diesem Tatort einen passenden Schachcomputer zur Verfügung zu stellen.

https://schach.computer/tatort-berlin-colloquium/

Neben dem DGT Centaur und dem Revelation II AE stand auch ein Fidelity V11 in der engeren Wahl. Zusammen mit der Produktionsfirma wurde sich für den Revelation II AE entschieden.Tatort Berlin Colloquium

Ich bin gespannt, wie viel man vom Revelation II AE im Tatort sehen wird und habe mittlerweile die Freigabe erhalten, das Bild- und Filmmaterial das ich während den Dreharbeiten aufgenommen habe, zu veröffentlichen. Ein entsprechender Artikel folgt in Kürze.

Mehr zum Tatort „Das perfekte Verbrechen“ und den Darstellern findet ihr unter folgendem Link:

https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/programm/2020/03/tatort–das-perfekte-vebrechen/figuren.html

Welchen Fall die Ermittler lösen müssen, wird hier beschrieben:

https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/programm/2020/03/tatort–das-perfekte-vebrechen/

Erstausstrahlung ist am 15.03.2020 um 20:15 Uhr im Ersten

Bis bald

Euer Benny

Revelation II AE Update mit Mephisto Bavaria Figurenerkennung

Das neuste Firmware-Update des Revelation II AE erweitert die Retro-Emulationen Mephisto Lyon, Vancouver und London um die Mephisto Bavaria-Figurenerkennung. Für viele Fans nostalgischer Schachcomputer wird damit ein kleiner Traum war. Im Unterschied zum Mephisto Modular, Exclusive und München -Brett, hatte der Mephisto Bavaria eine aktive Figurenerkennung, mit welcher schnell und unkompliziert Schachstellungen zur Analyse auf dem Brett aufgebaut werden konnten. Unterstützt wurde die Technik allerdings nur von den späteren WM-Modulen mit Lang-Programm.

Mephisto Bavaria

Richtig durchsetzen konnte sich der Mephisto Bavaria jedoch nicht, was zum Einen am hohen Preis lag und zum anderen auch an den vorhandenen Alternativen ohne Figurenerkennung. Das Feature war damals lediglich eine komfortable Eingabemöglichkeit für Schachstellungen. Erst mit dem Aufkommen von DGT-Brettern fand diese Technik durch Liveübertragungen von Schachpartien einen praktischeren Einsatz.

War der Mephisto München ein Gerät der Oberklasse, repräsentierte der Mephisto Bavaria zum damaligen Zeitpunkt die absolute Königsklasse. Es ist selbst heute noch sehr spannend, Stellungen aus aktuellen Partien von Weltklasse-Schachspielern mit den alten Schachcomputern unter die Lupe zu nehmen. Mehr als einmal wird man staunen, zu welchen Ergebnissen die damaligen Weltmeister-Schachprogramme in der Analyse kommen.

Revelation II AE Entwickler Ruud Martin hat hier ganze Arbeit geleistet und den Komfort des Mephisto Bavaria perfekt umgesetzt.

Bis bald

Euer Benny