DGT Brett mit dem Smartphone oder Tablet verwenden

Für ambitionierte Vereinsspieler gehört ein DGT Brett mittlerweile zur Standard-Ausrüstung. Viele Anwender kennen bereits die kostenlose App namens Acid Ape Chess, welche man problemlos mit einem DGT Bluetooth Brett verbinden kann. Sowohl das Analysieren von Partien, das Spielen gegen Engines wie Komodo und Stockfish, als auch das Onlinespielen gegen menschliche Gegner ist damit ein Kinderspiel.

Acid Ape Chess

Acid Ape Chess

Nach dem Erfolg der Acid Ape Chess App, gibt es mit Chess for Android ab sofort eine weitere Schach-App, welche man mit DGT Brettern verbinden kann. Sowohl mit Bluetooth-DGT Brettern, als auch mit USB-DGT Brettern. Verantwortlich für die Umsetzung ist der Programmierer Aart Bik. Auch wenn diese App nicht ganz an den Komfort der Acid Ape Chess App heran kommt, wurde mit der DGT-Kompatibilität ein zukunftsorientierter Weg gewählt.

Chess for Android

Chess for Android

In unseren Tests konnte sowohl per USB, als auch per Bluetooth mit Leichtigkeit eine Verbindung zum DGT Brett hergestellt werden. Das ziehen der Figuren wird praktisch in Echtzeit auf dem Smartphone angezeigt.

Eine schöne Sache die viel Spaß macht!

Bis bald

Euer Benny

39 Gedanken zu „DGT Brett mit dem Smartphone oder Tablet verwenden

  1. One of Chess for Android newer options is that it is capable to connect with the Millennium Exclusive board. It also connects to the Solus Chess board which I own three of.

    • Dear Bryan,

      Thank You for your comment. Yes,- the ChessForAndroid-App can connect to the ChessGenius Exclusive Board, but this is only possible, when the Chess-Link-Bluetooth-Adapter is on the market. This should be next week and then I will test and write about it. 🙂

      Benny

      • Hi Benny

        My reply was to highlight the connectivity to Berger’s Solus Chess board project not to the Millennium product.

        Regards
        Bryan

  2. hallo benjamin,L
    wie kann man ein androit tablet über usb mit einem smart board verbinden.denn chess for android ist ja voraussetzung um entsprechende engins verwenden zu können!?liegt es am usb-c was ja in dem neuen smart board(kunststoff gehäuse)verbaut ist?braucht man spezielle anschlusskabel?
    ich wäre für eine antwort sehr dankbar!
    mit sympatischen grüssen,

    hans-jürgen peter

    • Hallo Hans-Jürgen,

      soweit ich weiß, kann man ein DGT Smartboard mit der kostenlosen Android-App „Acid Ape Chess“ per Kabel verbinden. Ich selbst habe das noch nicht ausprobiert, aber bei einigen Schachfreunden im Einsatz gesehen.

      Beim Smartboard wird ein USB-C Kabel benötigt, welches am andere Ende mit dem Smartphone verbunden werden kann. Bei Interesse kann ich Dir entsprechende Links zu solchen Kabeln zusenden.

      Viele Grüße

      Benny

      • Hallo Benny,
        konnte das Verbindungsprobleme zwischen Brett und App inzwischen lösen (try and error), Hintergrund ist mir nicht klar. An diejenigen, die es interessiert, anbei die verwendeten Devices:
        – DGT Smart Board
        – Lenovo tab 7, Android 7
        – USB 2.0 OTG (Micro USB to USB Sockel)

        Gruß

        Jose

        • Hallo Jose,

          schön, dass nun alles läuft. Vielen Dank, dass Du Deine Lösung mit den Lesern teilst.

          Gruß

          Benny

  3. Hallo Benny,
    habe mir bei euch ein Smart Board gekauft, Laptop ist zu alt (zu langsam), habe mir deshalb ein Lenovo Tablett mit Android 7 gekauft, dazu ein USB 2.0 OTG Adapter (Micro USB to USB Sockel), Fa. Speedlink und die App „Chess for Android“ runter geladen. Funktioniert nicht, vermute, das liegt am Kabel.
    Du schreibst beim Smart Board wird ein USB-C Kabel benötigt, welches am andere Ende mit dem Smartphone verbunden werden kann. Kannst du mir entsprechende Links zu solchen Kabeln zusenden?
    Tablet ist ein Lenovo tab 7 essential, denke nicht, dass es am Gerät liegt?!
    Danke für deine kurze Einschätzung und Zusendung der Links.
    Viele Grüße
    J. Galan

    • Hallo Jose,

      ich habe das mit den Kabeln noch nicht selbst gemacht. Aber einige Kunden haben sich bei Amazon hierzu ein entsprechendes Kabel gekauft. Bisher gab es die Rückmeldungen, dass es mit „Chess for Android“ funktioniert und bei manchen mit „Acid Ape Chess“ nicht geklappt hat. Ich werde mal bei den Kunden nachfragen, welche Kabel sie verwenden und mich anschließend bei Dir melden.

      Gruß

      Benny

      • Hallo Benny,
        danke für deine prompte Zwischenmeldung. Zur Info: Mit „Acid Ape“ funktioniert es bei mir nicht, hier sucht die App nach einem Bluetooth device.
        Herzliche Grüße und Dank im voraus.
        Jose

        • Hallo Jose,

          offenbar gab es mal eine Version von Acid Ape in der das mit dem Kabel ging. Chess for Androids ist aber auch ein gutes Programm. Soweit ich weiß, wird an dem Programm momentan gearbeitet, sodass man damit auch online spielen kann.

          Viele Grüße

          Benny

          • Hallo Zusammen,

            hatte das gleiche Problem.

            Der USB-OTG Adapter muss an das Handy angeschlossen werden und daran das DGT mit dem mitgelieferten Kabel.

            Ich hatte die ganze Zeit das Kabel vom Handy zum OTG Adapter.
            Da hat sich nichts gerührt.

            Also:

            Handy -> OTG Adapter -> Kabel vom DGT-Brett

            Hoffe ich konnte helfen…

            Gruß
            Mario

  4. Hallo,

    ich habe mal eine Frage zu Chess for Android, kann ich meine Schredder Engine (Classic für Linux) in die App laden?
    Da ich gerne gegen Shredder spiele, aber nicht immer den PC hochfahren möchte.
    Shredder für Android habe ich bereits am Handy, allerdings wüsste ich nicht, wie ich die Enginge mit Chess for Android verbinde.
    Vielen Dank im Voraus.
    Gruß Max

    • Hallo Max,

      ein Einbinden von Shredder in „Chess for Androids“ ist leider nicht möglich. Die Shredder-Engine ist an die Oberfläche der Shredder-App auf dem Smartphone gebunden.

      Viele Grüße

      Benny

  5. Hey Benny,
    danke für die Antwort, hättest du vielleicht einen Tipp für eine Engine die sich meiner Stärke anpasst und unter Chess for Android oder alternativ auch eine wo man einfach die Stärke reduzieren gibt, am besten mit ELO werten
    Gruß Max

  6. Hallo Max,

    eine gute Engine, welche sich während einer Partie an Deine Spielstärke anpasst, ist „Stockfish DD“. Soweit ich weiß, ist diese auch für Android kostenlos erhältlich. Eine manuelle Anpassung der Spielstärke durch Angabe der ELO ist mit „Chess for Android“ nicht möglich, da das Programm diese Funktionalität nicht anbietet.

    Es gibt aber das Programm „Shredder-Chess“ für Android. Dieses bietet Dir sehr komfortabel die Möglichkeit an, die ELO der Engine anzupassen. Auf Wunsch macht dies Shredderchess aber auch automatisch. Spielst Du beispielsweise eine Partie gegen ELO 1500 und gewinnst, wird Shredder in der nächsten Partie automatisch mit ELO 1520 gegen Dich spielen. Verlierst Du die Partie, geht Shredder in der folgenden Partie mit der ELO wieder etwas runter.

    Viele Grüße

    Benny

    • Hallo Benny,

      danke für die Antwort, werde mal sehen ob ich Stockfish DD finde.
      Shredder besitze ich bereits und es macht mir Spaß.

      Ich suche etwas ähnliches wie Schredder für Chess for Android, da ich mit dem Gedanken spiele mir ein DGT Smartboard zuzulegen… Ich möchte aber nicht jedesmal den PC hochfahren, hinzu kommt noch der Platzmangel.
      Daher mein Gedanke, dass ganze mit einem Smartphone zu betreiben

      Gruß Max

      • Hallo Max,

        soweit ich weiß, ist bei DGT eine eigene App für iOS und Android geplant. Ich kann mir gut vorstellen, dass die adaptive Technik des DGT Centaur dort einfließen wird. Das wird aber wohl sehr sicher erst im nächsten Jahr Spruchreif. Ansonsten lohnt es sich vielleicht, wenn Du einfach mal den Entwickler von Chess for Androids Aart Bik kontaktierst. Da er seine App ständig erweitert, kann es gut möglich sein, dass das von Dir gewünschte Feature in Planung ist.

        Gruß

        Benny

        • Hallo Benny,

          danke für die Antwort. Eine offizielle DGT-App klingt durchaus verlockend und in der heutigen Zeit sicherlich auch sinnvoll (zumindest für den Privatverbraucher).
          Da ich nicht in Eile bin, werde ich einfach mal noch ein bissel abwarten und in der Zwischenzeit Aart Bik mal versuchen zu kontaktieren.
          Den Centaur finde ich sehr schick, besonders die Anzeige der Züge wirkt wirklich „cool“, bei ihm hab ich eigentlich nur die bedenken, dass ich mich langfristig nur auf die eine Engine beschränken muss… da wäre DGT Brett mit App und Zugansage variabler. Nicht so „cool“ dafür „Timeless-Holz“ 😀
          Das von dir genannte Stockfish DD habe ich übrigens noch nicht in einer Android Version gefunden, lediglich eine ARM-Version gibt es auf der offiziellen Seite. Allerdings sind hier meine Kenntnisse zu beschränkt, als das ich dies compilieren könnte.

          Werde also vorerst mein Handy neben das Brett legen und die Züge übertragen und mir weiter Gedanken machen.

          Gruß Max

  7. Hallo Benny,

    danke für die beiden Links, leider funktioniert die Engine aus dem ersten Link nicht mit meinem Smartphone und ans kompilieren haben ich mich noch nicht gewagt und habe keine Ahnung was ich dafür machen müsste oder wie das überhaupt funktioniert, aber trotzdem danke dafür 🙂

    Ich werde erstmal weiter nach ein paar Engines suchen, vielleicht finde ich ja noch eine die mir Spaß macht und mit der ich die Anschaffung eines DGT-Bretts für mich rechtfertigen kann 😀

    Grüße Max

    • Hallo Max,

      schreib mir mal ne Mail über das Kontaktformular im Shop und teile mir kurz mit, was für ein Smartphone Du hast. Ich kann Dir Stockfish DD kompilieren und zusenden.

      Gruß

      Benny

  8. Hat hier jemand schon Erfahrung mit Certabo E- Board?
    Im Prinzip ist das ein DGT Board mit LED- jedenfalls fast.
    Was mich stört ist, dass die Verarbeitungsqualität schon auf den Fotos jämmerlich aussieht (die Boards sind nicht mal in Gehrung geschnitten und beim teuersten Board (immerhin 600€ ohne Figuren) ist hinten einfach eine Plastikabdeckung drauf geschraubt….) aber schließlich legt nicht jeder unbedingt auf eine perfekt Verarbeitung wert.
    Der Vorteil von diesen Boards gegenüber dem DGT Brett sind natürlich die LED´s.
    Beim Chess Genius exclusive stört mich der ganze Kabelsalat.
    Man braucht ein extra Kästchen für Bluetooth und dann noch ein extra Kästchen für Strom und eine Steckdose…..wie man so etwas im 21. Jahrhundert konstruieren kann ist mir ein Rätsel. Abgesehen davon ist es schon ein wenig seltsam, dass man dieses Brett als „modular“ bewirbt und dann seine Kunden zwingt, immer diese kleine hässliche Box in dem das Schachprogramm sein Dasein fristet mit zu kaufen. Wer brauch heute schon noch einen eigenen Schachcomputer- bei der Vielzahl an Engines und der Möglichkeit online gegen Menschen zu spielen…..
    Das geniale am DGT Bluetooth Board ist, dass man keinerlei Kabel oder Stromanschluss braucht. Leider ist das Board aber gerade zum onlinespielen durch die fehlenden LED´s gerade beim Blitzen schon ein wenig schwierig.

    • Hallo Julian,

      vielen Dank, dass Du Deine Meinung mit uns teilst. Ich habe mir die Certabo-Produkte vor einiger Zeit angeschaut und bin ebenfalls nicht wirklich überzeugt. Da wirkt alles noch ziemlich rudimentär. Vielleicht muss man dem kleinen Unternehmen einfach noch ein paar Jahre geben.

      Gruß

      Benny

    • Hallo,
      ich habe seit einiger Zeit das kleinere Angel-Board. Bei der Verarbeitungsqualität sieht man eben an manchen Stellen, dass es handgemacht ist, aber ich finde sie trotzdem sehr schön und angenehm zu spielen.
      Der Anschluß erfolgt über ein USB-Kabel, das war es schon an Kabelsalat 🙂 Wie Du schon sagst, die LEDs sind ein großes Plus gegenüber dem DGT und ich finde sie auch angenehmer als die vom Chess Genius. Es ist eine LED pro Feld und sie leuchten in blau. Beim Chess Genius sind mir die LEDs zu hell und vier pro Feld finde ich verwirrend, gerade wenn zwei benachbarte Felder blinken.
      Ein weiterer Pluspunkt ist die Figurenerkennung und mit den beigelegten Plätchen können auch eigene Figuren benutzt werden.
      Leider gibt es bei Fritz und Co. keine direkte Unterstüzung zum Board. Daher programmiere ich gerade eine Software, die sich wie eine UCI-Engine verhält und das Brett ansteuert. Ähnliches gab es auch schon mal für das DGT-Brett.

      Gruß,
      Lars

      • Hallo Lars,

        vielen Dank für die Infos aus erster Hand. Ich findet es gut, dass Du Dich aktiv an der Programmierung neuer Ideen beteiligst. Wie gesagt, muss man Certabo etwas Zeit geben, um die Qualität zu steigern.

        Gruß

        Benny

  9. Hallo, Benny,
    Du sag doch mal. War nicht schon 2017 die Rede, dass es ein DGT-Smart board mit Bluetooth-Unterstützung geben / erscheinen soll? Jetzt Schlitten wir schon das Jahr 2020 an.
    Ich habe immer noch keine neue Informationen hierzu gefunden. Was ist denn da los? Weißt du, warum sich das verzögert und wann man endlich mal damit rechnen könne?
    Mit freundlichen Grüßen
    Nabil

    • Hallo Nabil,

      die Bluetooth-Variante der Smart-Boards liegt bei DGT erstmal auf Eis. Ein Grund war, dass die Bluetooth-Strahlung ausreichend von den Sensoren in den Figuren und im Brett abgeschirmt werden muss und das hat wohl nicht ganz so gut geklappt. Bei DGT arbeitet ein kleines Entwickler-Team und hier haben andere Produkte momentan Vorrang. Unter anderem kommt bald eine DGT Schachuhr für Blinde auf den Markt.

      Vergessen ist die Sache mit den Bluetooth-Smartboards jedoch nicht.

      Gruß

      Benny

  10. Hab gerade was wirklich interessantes gefunden:
    https://www.youtube.com/watch?v=GHVc4Xusiy0
    Wenn das auf den Markt kommt und tatsächlich so funktioniert (v.a die versprochenen Anbindungen an PC, Android, Apple und DGT PI) können sich DGT und Millenium warm anziehen…..v.a wenn das dann noch zu einem halbwegs vernünftigen Preis angeboten wird ( 600€-1000€ halte ich für realistisch)

    • Auch ich verfolge diesen Schachcomputer schon seit ein paar Wochen und bin äußerst gespannt ob er sich verwirklichen lässt 🙂 Sieht auf jeden Fall sehr interessant aus 🙂

      • Hallo Stefan und Julian,

        die Technik wird bereits seit Jahren in Industriemaschinen verwendet und gilt als ausgereift. Eine Serienproduktion dieses Schachcomputers wird ziemlich aufwendig, aber mit genügend Kapital möglich sein.

        Auch ich bin gespannt, wie die Konkurrenz darauf reagieren wird.

        Viele Grüße

        Benny

  11. Der Jammer bei der ganzen Sache ist, dass die Technik eigentlich simpel und gar nicht so teuer ist. Auch die Massenproduktion wäre kein Problem aber leider kann man so etwas gar nicht in echte Massenproduktion schicken, da der Markt dafür einfach nicht groß genug ist. Wenn man so ein Board in eine kleinere „Massenproduktion“ schickt wäre ein realistischer Preis, wenn man daran auch etwas verdienen möchte um die 1000€. Tatsache aber ist, dass für einen Großteil des Marktes (damit meine ich uns Schachspieler) schon ein DGT Brett an der Schmerzgrenze ist und damit würde dann bei noch kleinerer Stückzahl das ganze eher in die Richtung Revelation gehen und damit gibt es dann noch weniger Kunden…..
    Übrigens: In dem Video wird auch mit integriertem Prozessor geworben. Es scheint also so als könnte man das Brett auch als reinen Schachcomputer verwenden (wozu sollte man sonst den Prozessor extra bewerben?)

    • Hallo Julian,

      Ich habe gestern mit Hans (Inhaber von DGT) gesprochen und er findet die Technik ziemlich interessant. DGT besitzt die notwendige Infrastruktur, um so etwas für die Masse günstig und qualitativ hochwertig umzusetzen. Im Prinzip reicht ein Raspberry Pi Zero mit WLAN + Bluetooth im Brett aus, um die Elektromagneten schnell und zuverlässig anzusprechen.

      Mehr als 600,-€ sollte ein solches Set im VK aber nicht kosten.

      Ich denke, dass das DGT das hinbekommen wird.

      Hans ist gerade mit dem ehemaligen Weltmeister Anand in Mumbai unterwegs. Nächste Woche ist er zurück und dann gibt es auch mehr Infos 😉

      Gruß

      Benny

  12. Na, das klingt vielversprechend!
    Die Idee ist denke ich wirklich genial. Aber eine Idee ist eine Sache, die Realisierung bis hin zu einem fertigen Serienprodukt etwas anderes.
    Wenn DGT so etwas bauen möchte, bekommen die das sicherlich hin.
    Die Homepage von Regiumchess ist zwar absolut top professionell gemacht, aber im Prinzip steht dort nichts anderes als das man eine tolle Idee hat, aber noch kein Geld hat um diese zu verwirklichen…..

    • Etwas stutzig macht mich, dass auf der Webseite von Regiumchess kein Impressum vorhanden ist. Zwar gibt es ein Kontaktformular, aber keine Namen oder sonstige Hinweise auf die Personen, welche hinter dem Projekt stehen.

      Soweit ich die Sache recherchieren konnte, gibt es auf dieses Schachbrett mit dieser Technik auch keinerlei Patentanmeldungen.

      Die Fertigung eines solchen Produktes benötigt eine gute Logistik und die hat sich DGT über Jahrzehnte aufgebaut. Noch vor einem Jahr habe ich Hans gezeigt, wie man sehr einfach einen Raspi Zero in vorhandene DGT Bretter einbauen kann und damit praktisch alle Möglichkeiten offen stehen.

      Als die DGT-Bretter und vor allem die Bluetooth-Bretter auf den Markt kamen, gab es noch keine Mini-Computer wie den Raspberry Pi als günstiges Serienprodukt. DGT musste die Hardware selbst designen und das ist ziemlich aufwendig. Diesen Schritt kann man sich mittlerweile sparen. Mit dem DGT Pi und dem DGT Centaur wurden die ersten Schritte dieses Konzeptes erfolgreich umgesetzt.

      Für Regiumchess wird es sehr schwer sein, sich als Konkurrent von DGT zu etablieren. Es ist für einen Newcomer äußerst schwierig, die Qualität und das gute Preisniveau von DGT gewinnbringend anzubieten. Das Netzwerk von DGT ist über den gesamten Globus gespannt und jede Liveübertragung von Schach-Events findet ausschließlich mit DGT-Sets statt.

      Wie gesagt, werde ich nächste Woche beim Hans vorbeischauen und das Thema Regiumchess ausgiebig mit ihm besprechen. Ein Bericht folgt anschließend.

      Viele Grüße

      Benny

    • Hallo Julian,

      beim Thema Regium ist Hans bestens informiert. Generell kann man sagen, dass man hier noch abwartet, was am Ende wirklich von Regium auf den Markt gebracht wird und zu welchem Preis. Die in den Videos gezeigten Features sind durchaus interessant, jedoch ist es schwer vorstellbar, dass Regium die qualitativ hochwertige Verarbeitung eines DGT-Sets aus dem Nichts schaffen kann. Der Aufbau der Infrastruktur für die Produktion hat bei DGT viele Jahre gedauert. So ein Regium-Set in Serie herzustellen ist ein Mammut-Projekt. Die Kalibrierung der Elektromagneten müsste bei jedem Brett von Hand vorgenommen werden. Etwas stutzig macht mich, dass diese Bretter auch eine Figurenerkennung besitzen sollen. Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten. Eine ist die von DGT eingesetzte Methode über Frequenzspulen (Ein Magnet in den Figuren gibt eine bestimmte Frequenz an) und dann gibt es noch die Möglichkeit, die Erkennung der Figuren über RFID-Chips in den Figuren zu lösen. Frequenzspulen kann man ausschließen, da diese durch die Elektromagneten im Brett gestört werden. RFID-Chips sind im Bezug auf Magneten auch absolut störanfällig. Da die Magneten im Brett allerdings punktuell aktiviert und deaktiviert werden, könnte man das theoretisch lösen.

      Elektromagneten beeinflussen aber auch die restliche Hardware, die im Brett verbaut ist. Man müsste die Platine mit dem WLAN, Bluetooth, etc. komplett von den Elektromagneten abschirmen. Das ist nahezu unmöglich und auch ein Grund, warum des die DGT Kunstoff-Bretter (SmartBoards) nicht mit Bluetooth gibt. Hier gab es Probleme, das Bluetooth-Modul von den Frequenzspulen der Figuren abzuschirmen. Abschirmen bedeutet auch, dass keine Strahlung nach außen kommt. Bei Bluetooth und WLAN ist das aber notwendig. Bei den DGT-Holzbrettern konnte man das lösen. Bei dem Regium-Set sind allerdings hunderte kleine Elektromagneten verbaut. Da benötigt man schon unglaubliches KnowHow, um das mit dem Abschirmen zu lösen.

      Wenn so ein Regium-Set am Ende 1500€ oder mehr kostet, ist das keine Alternative für Turnierveranstalter, da schlicht zu teuer. Auch auch für den Endkunden im privaten Bereich wäre das ein ziemlich teures Vergnügen.

      Es sind noch zu viele Fragen offen, um eine abschließende Bewertung abzugeben.

      Eine Sache finde ich jedoch ziemlich merkwürdig. Regium gibt an, dass die Bretter auch mit dem DGT Pi funktionieren würden. Das setzt jedoch voraus, dass das Regium-Brett das Protokoll der DGT-Figuren- und Bretterkennung beinhaltet. Denn das DGT Pi verwendet ausschließlich dieses Protokoll. Der DGT Pi ist von Werk aus nur auf DGT Bretter ausgelegt. Damit das DGT Pi funktioniert, müsste das Regium-Brett dem DGT Pi vorgaukeln, dass es ein DGT-Brett ist.

      Bis bald

      Benny

  13. Leider hat mittlerweile wohl jeder festgestellt, dass es sich beim Regium Projekt entweder um Betrug oder einfach nur um einen schlechten Scherz handelte. Das ist wirklich schade weil sich so ein selbst ziehendes Brett eigentlich ohne weiteres verwirklichen ließe.
    Was aber an dem ganzen interessant ist:
    Innerhalb weniger Stunden waren die bei Kickstarter angepeilten 50.000 Dollar zusammen, bevor immer mehr vor Betrug (vermutlich zurecht) warnten.
    Daran sieht man, dass ein Markt für so ein Brett durchaus vorhanden wäre.

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