King Performance – Ein erneutes Desaster

Die ersten Geräte des King Performance Schachcomputers wurden mittlerweile ausgeliefert und meine Vorhersage/Feststellung (https://schach.computer/the-king-performance-schachcomputer/) im Bezug auf die schlechte Qualität in der Verarbeitung des King Performance hat sich bestätigt.

Besitzer des King Performance ärgern sich über wackelige Bretter und Luftbläschen in der billig aufgeklebten Folie am Bedienfeld.

Dabei sollte diesmal doch alles besser werden. Laut Millennium erhalten alle Geräte vor dem Versand eine Sichtprüfung. Aber hier war wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Wie sehr man beim King Performance auf billige Verarbeitung setzt, sieht man sehr deutlich am Bedienfeld. Anstatt ein paar Cent für eine Blende aus Metall zu investieren, entschied sich Millennium für dünne goldfarbene Plastikfolie, welche noch nicht einmal richtig verklebt wurde. Die Folge sind Luftbläschen unterhalb der Folie, welche als Aufwölbungen deutlich sichtbar sind.

Wackelige Bretter gab es ja schon bei dem Millennium Schachcomputer ChessGenius Exclusive, welcher vor ein paar Jahren auf den Markt geworfen wurde. Damals versuchte man noch die krummen Bretter mit unterschiedlich hohen Gummipfropfen auszugleichen, damit diese nicht wackeln. Die Besitzer des ChessGenius Exclusive haben aber trotzdem schnell gemerkt, dass ihnen krumme Bretter von minderer Qualität untergejubelt wurden. Beim King Performance hat man auf ausgleichende Gummipfropfen verzichtet und lässt die Bretter wackeln.

Großes Lob fand beim King Performance bisher nur die Verpackung. Hier wurde tatsächlich Geld investiert. Die Freude verblasst aber ziemlich schnell, wenn man die Verpackung öffnet. „Mehr Schein als Sein“ trifft es ziemlich gut.

King Performance Fail

Bis bald

Euer Benny

2 Gedanken zu „King Performance – Ein erneutes Desaster

  1. Also ich verstehe nicht was diesen Review bewirken soll. Ich finde hier wird ein sehr vielseitiges Gerät ohne Grund niedergemacht. Ich habe mir den Millennium King Performance im Handel Gekauft und bin total begeistert, sowohl was die kristallklare Bedienung, die vielen einstellbaren Spielstufen, die Eröffnungsbibliotheken, als die Verarbeitung angeht. Klar, es appelliert auch an die Charme der Schachcomputer der 80 er und 90 er, aber was daran so falsch ist sehe ich nicht ein. Auch meine 8 jährigen Schachspielenden Söhne können sich mit viel Spaß durch die Easy und Fun – Stufen hocharbeiten. ***Unsachliche Vermutung wurde vom Admin entfernt*** Das ding ist einfach der Hammer! Ich hoffe es werden auch von anderen Hersteller noch viele tolle Geräte folgen!

    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Arne,

      gerne antworte ich Dir auf Deine Fragen. Selbstverständlich muss man nicht meiner Meinung sein, jedoch kann ich diese begründen. Deinen Kommentar habe ich ich kursiv beigefügt:

      Also ich verstehe nicht was diesen Review bewirken soll.

      Unabhängig von Herstellern und Händlern, testen wir Schachcomputer und loben dort, wo wir es für richtig halten und kritisieren Dinge, welche manche Händler und Hersteller gerne verschweigen. Selbst unser Sponsor Topschach hat keinen Einfluss auf unsere Tests.

      Ich finde hier wird ein sehr vielseitiges Gerät ohne Grund niedergemacht.

      Die Gründe wurden im Test bereits genannt. Die Verarbeitung ist einfach nur schlecht (Folie am Bedienelement, etc.). Die Drucksensoren können mit denen älterer Mephistogeräte (Berlin Pro, Milano, etc.) nicht mithalten. Ein klarer Rückschritt. Millennium 2000 bewirbt die Drucksensortechnik mit „Neuer HighSensitive Sensor-Technologie“. Wenn 30 Jahre alte Mephisto-Drucksensoren komfortableres Spielen ermöglichen, wirft das schon Fragen auf.

      Ich habe mir den Millennium King Performance im Handel Gekauft und bin total begeistert, sowohl was die kristallklare Bedienung, die vielen einstellbaren Spielstufen, die Eröffnungsbibliotheken, als die Verarbeitung angeht.

      Es ist schön, dass Du mit dem Schachcomputer zufrieden bist. Insgesamt ist die Reklamationsquote bei Millennium-Produkten im Vergleich zu Produkten anderer Hersteller jedoch ziemlich hoch. Von etwa 10 verkauften Schachcomputern der Marke Millennium kommen im Schnitt 6-7 Reklamationen. Mal fehlen Figuren (Bauer zu wenig, dafür Turm zu viel, etc.), mal ist es die Verarbeitung (Kratzer auf dem Brett, Hardware-Defekt, etc.) und so weiter. Zwar reagiert der Millennium-Support sehr gut, aber für Händler ist das Bearbeiten von Reklamationen immer mit einem Aufwand verbunden, den der Hersteller vermeiden sollte. Eine gewissenhafte Prüfung der Geräte die in den Verkauf gehen können wir bei Millennium nicht feststellen. Das führt schnell zu unzufriedenen Kunden. Hier und da gibt es, wie in Deinem Fall, auch Kunden die mit dem Produkt zufrieden sind. Du siehst Dein Gerät und bist zufrieden aber Du siehst verständlicherweise nicht die vielen Reklamationen anderer Kunden.

      Wie gesagt, begründen wir unsere Kritik. Dies trifft auch auf die fehlende Bluetooth-Funktion zu. Diese wirklich günstige Hardware hätte man problemlos in das Gerät integrieren können. Stattdessen wird für diese Zusatz-Option nochmals 99,-€ fällig. Das im Produktnamen enthaltene Wort „Performance“ empfinden wir als Augenwischerei.

      Klar, es appelliert auch an die Charme der Schachcomputer der 80 er und 90 er, aber was daran so falsch ist sehe ich nicht ein.

      Den Charme von Geräten der 80er und 90er haben wir nie kritisiert und auch nicht als falsch bezeichnet. Qualitativ ist der King Performance jedoch meilenweit von Geräten aus den 80ern und 90ern entfernt (Siehe Drucksensor, etc.).

      Auch meine 8 jährigen Schachspielenden Söhne können sich mit viel Spaß durch die Easy und Fun – Stufen hocharbeiten.

      Die Easy- und Fun-Stufen haben wir bereits beim Exclusive-Modell gelobt. Gegen diese Stufen zu spielen macht Spaß.

      Das ding ist einfach der Hammer! Ich hoffe es werden auch von anderen Hersteller noch viele tolle Geräte folgen!

      Das Gute aus den 80ern und 90ern in Verbindung mit moderner Technik und qualitativ hochwertiger Verarbeitung muss das Ziel sein. Mit einem schlampig zusammengeschusterten Schachcomputer mit einem irreführenden Namen und schlechteren Drucksensoren als vor 30 Jahren können wir uns nicht anfreunden.

      Im Internet kursieren auch Testberichte vom „King Performance“, welche frei von jeder Kritik nur Lobhudelei beinhalten. Dies mögen Hersteller und Händler sicher gerne lesen und es mag auch förderlich für den Verkauf sein, aber unsere Absicht ist es, unabhängige Rezensionen zu schreiben. Die Meinung von Herstellern und Händlern spielt hierbei keine Rolle. Der Schachcomputer-Liebhaber und Schachspieler ist uns wichtiger und das Feedback das wir von unseren Lesern telefonisch und per Mail erhalten, gibt uns Recht.

      Viele Grüße

      Benny

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