The King Performance – Schachcomputer

Millennium nimmt nochmal Anlauf

 

Mit dem The King Performance Schachcomputer möchte die Münchner Firma Millennium ihr Sortiment um einen weiteren Schachcomputer ergänzen. Allerdings kann der Name „The King Performance“ für etwas Irritation sorgen, da dieser Schachcomputer bezüglich der Hardware-Eigenschaften keine Verbesserungen gegenüber des bereits für den ChessGenius Exclusive erhältlichen King Elements aufweist. Werfen wir aber zunächst einen Blick zurück. Mit dem ChessGenius hatte Millennium einen echten Treffer gelandet. Schachspieler bekamen die Chance, ziemlich günstig einen Schachcomputer mit guter Spielstärke und schönen Funktionen zu erwerben. Bei diesem Schachcomputer hatte sich Millennium erfolgreich auf das Wesentliche konzentriert (keine LEDs, einfache Figuren ohne Filz am Sockel, etc.). Die Schachspieler waren zufrieden und viele Eltern konnten ihren Sprösslingen etwas Schönes unter den Tannenbaum legen.

Von der Welle des Erfolges getragen, brachte Millennium anschließend den ChessGenius Pro auf den Markt. Ein verbesserter ChessGenius, bei welchem die Preisschraube ein gutes Stück nach oben gedreht wurde. Problematisch war hierbei allerdings, dass diese Verbesserungen eher kosmetischer Natur waren und für den Kunden auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Die Preisspanne zwischen beiden Schachcomputern waren in jedem Fall größer, als die offensichtlichen Veränderungen. Beide Geräte sehen nahezu identisch aus, weshalb eine Vielzahl von Kunden dann auch eher zum günstigeren ChessGenius greift.

Millennium ging nun in die Vollen und brachte mit dem ChessGenius Exclusive eine Luxusvariante des Schachcomputers auf den Markt. Leider etwas zu früh (das Weihnachtsgeschäft wollte man unbedingt mitnehmen) und nicht komplett ausgereift. Preislich orientierte man sich in der Oberliga und dieser Schachcomputer hatte auch Einiges zu bieten. Figurenerkennung, das Speichern von Partien, auswechselbare Eröffnungsbücher, einen schnelleren Prozessor, Figuren und Brett aus Holz. Das Design des Programm-Moduls war allerdings ein echter Makel. Dieses passte optisch überhaupt nicht so richtig zum Rest des Schachcomputers.

Zu diesem Zeitpunkt konnte jeder Insider auf dem Schachmarkt erkennen, dass Millennium die Mehrheit der potenziellen Kunden etwas aus dem Blick verliert und man sich mehr und mehr an den marktfernen Wünschen von ewig gestrigen Anhängern der damaligen Schachcomputer-Szene orientierte. Ich muss zugeben, dass auch ich diese alten Schachcomputer aus den 80ern und 90ern absolut toll finde, aber nur weil mir etwas gefällt , bedeutet das nicht, dass die Mehrheit der Kunden auf dem Schachmarkt genauso denkt. Ich kann hier ziemlich gut differenzieren. Die Mehrheit der Kunden will mit einem Schachcomputer einfach nur spielen und trainieren. Genau das ist der Markt. 99 von 100 Kunden, welche sich für einen Schachcomputer interessieren, können mit dem Namen Richard Lang überhaupt nichts anfangen. Das sich dahinter einer der wohl besten Schach-Programmierer aus den 80ern und 90ern verbirgt, ist für den Kunden im 21. Jahrhundert auch nicht wirklich wichtig zu wissen. Schaut man sich jedoch in den üblichen Schachcomputer-Foren im Internet um, bekommt man das Gefühl, dass solche Dinge absolut wichtig sind und praktisch jeder diese Namen kennt und kennen muss. Millennium hat sich, beabsichtigt oder nicht, genau an dieser kleinen Schachcomputer-Community orientiert und dies als den Schachmarkt wahrgenommen. Das man sich hierbei allerdings auf noch nicht einmal 1% aller tatsächlichen Kunden konzentriert, ist zumindest wirtschaftlich ziemlich fraglich.

Millennium ist nicht die Wohlfahrt und Ziel eines Unternehmens ist es, mit seinen Produkten den potenziellen Markt so gut wie möglich im Gesamten zu erreichen. Nehmen wir als Beispiel die Figurenerkennung des ChessGenius Exlusive. Hier muss Millennium wirklich sehr viel Zeit und Geld in die Hand genommen haben, um dieses Feature beim ChessGenius Exclusive zu realisieren. Schaut man in die Foren der Schachcomputer-Community und fragt dort nach, ob dieses Feature für einen Schachcomputer wichtig ist, sagen praktisch alle „Ja!“. Fragt man jedoch die Masse an Kunden, welche sich für Schachcomputer interessieren und sich nicht in diesen Brettschachcomputer-Foren bewegt, dann liegt der Anteil derer, welche eine Figurenerkennung wichtig ist, bei unter 5%. Das ist auch verständlich, denn der einzige wirkliche Nutzen ist hier wirklich nur, dass man eine Stellung auf dem Brett aufbauen kann und diese vom Schachcomputer ohne Weiteres erkannt wird. Der Aufwand den Millennium bei der Entwicklung dieses Features hatte, steht damit in keiner Relation zum Nutzen. Das hatte übrigens auch die Mehrheit der Käufer von Schachcomputern aus den 80ern und 90ern erkannt und sich eben nicht für den Mephisto Bavaria (erster Schachcomputer mit Figurenerkennung) entschieden. Der einzige sinnvolle Einsatz von Figurenerkennung findet bei DGT Brettern statt, wenn es um Liveübertragungen von Schachturnieren geht. Bei Schachcomputern ist es ein nettes Gimmick, aber nicht wirklich notwendig.

Der ChessGenius Exclusive ist praktisch ein Schachcomputer, welcher in einer kleinen Schachcomputer-Community mit Enthusiasten für Geräte aus den 80ern und 90ern für viel Freude sorgte. Kurioserweise gehen fast alle Mitglieder dieser Community davon aus, dass sie den gesamten Schachcomputer-Markt repräsentieren. Was sie sich wünschen, wünscht sich praktisch jeder. Finden sie etwas toll, dann findet das natürlich jeder der sich einen Schachcomputer wünscht, absolut toll. 😉

Wie weit weg diese Community vom tatsächlichen Schachcomputer-Markt entfernt ist, erkennt man als Händler ziemlich schnell, wenn man die Umfragen zu Schachcomputern dieser Community (weltweit ein paar hundert Mitglieder) mit Umfragen vergleicht, welche man als Händler mit einigen zehntausend Kunden gemacht hat.

Der ChessGenius Exclusive ist ohne Frage ein guter Schachcomputer. Allerdings ist dieses Vergnügen mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 600,-€ alles andere als günstig. Wieder werfen wir einen Blick in die Brettschachcomputer-Foren und stellen fest, dass dort so gut wie jeder mit dem Argument kommt, dass so ein Schachcomputer in den späten 80ern und frühen 90ern über 10.000 DM gekostet hätte. Ja! Das stimmt! Jedoch sind wir nicht mehr in dieser Zeit. Würde man in diese Zeit zurück reisen und sein iPhone mitnehmen, würde man für dieses Gerät in den 80ern sehr warscheinlich 100 Millionen DM erhalten. Wir leben aber im Heute.

Nach dem ChessGenius Exclusive legte Millennium, wieder auf vielfachen Wunsch der kleinen Community, nochmal ordentlich nach und brachte das King-Element auf den Markt. Ein neues Programm-Modul für den ChessGenius Exclusive. Optisch hat man hier alles richtig gemacht. Das Teil passt viel besser als das Lang-Modul zum ChessGenius Exclusive , da es passenderweise aus Holz gefertigt wird. Beim Programm hat Millennium wieder keine Kosten und Mühen gescheut und sich für ein Spitzenprogramm der damaligen Zeit von Johan de Koning entschieden. Hier wurde entwickelt und verbessert und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Genau so etwas hat sich die kleine Community gewünscht und für einige ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Wirft man aber wieder einen Blick über den Tellerrand auf den gesamten Schachcomputer-Markt, kann so gut wie niemand etwas mit dem Namen Johan de Koning anfangen. Das King-Element ist tatsächlich ein echtes Nischenprodukt in der Nische, welches wirklich nur absolute Hardcore-Schachcomputer-Fans als Zielgruppe hat. Wirtschaftlich kann sich das King-Element für die Firma Millennium nicht lohnen. Das weiß auch der Geschäftsführer Karkosch von Millennium, welcher in einem Telefonat offen sagte, dass das King-Element eher ein Geschenk für die Community sei. Aber die echten Hardcore-Fans der kleinen Schachcomputer-Community blenden solche Wahrheiten gerne aus.

Ich zitiere einen Brettschachcomputer-Fanboy: „die komplette Entstehung des King ist ein Musterbeispiel dafür, wie vorteilhaft es für alle Seiten sein kann, Communities offen mit in die Entwicklung von Produkten einzubeziehen.
Schade, dass das bei anderen Herstellern so nicht der Fall ist, da werden meiner Meinung nach Chancen vertan.“

Diese Aussage zeigt sehr schön, wie verblendet der eine oder andere in der Schachcomputer-Community von seiner eigenen Meinung ist. Das dabei auch noch an andere Hersteller appelliert wird, es Millennium gleich zu tun, geht schon fast als Satire durch. Andere Hersteller verzichten sehr gerne auf solche ruinösen Chancen. 😉

 

Ankündigung des The King Performance!

The King Performance

Millennium will es nun richtig machen! Zumindest teilweise. Beim The King Performance hat man sich endlich wieder auf das Wesentliche konzentriert. Weg mit der kostspieligen Figurenerkennung und zurück zum Drucksensor. Ein kleineres Display spart ebenfalls Kosten und reicht vollkommen aus. Aus Holz wird hier nur noch der Rahmen gefertigt, was die Produktionskosten genauso senkt, wie die Anfälligkeit für Fehler in der Verarbeitung. Die Züge werden weiterhin per Feld-LEDs angezeigt, aber diesmal auf einer Oberfläche aus Kunststoff. Die Hardware und das Programm von Johan de Koning wurden vom King-Element übernommen. Kein unnützer Schnickschnack, sondern einfach nur das Wesentliche. Dies wirkt sich auch positiv auf den Preis aus. Mit 349,-€ trifft es den Kern des Marktes ziemlich genau. Es handelt sich übrigens um genau den Preis, welchen ich bei Millennium schon ziemlich lange für einen Schachcomputer kommuniziert habe, da sich in meinen Kunden-Umfragen genau dieser Maximalpreis für einen Schachcomputer herauskristallisiert hat. 😉

Millennium ist auf dem richtigen Weg, aber von manchen Altlasten will man sich  dann doch nicht so richtig trennen. Beispielsweise werden noch immer diverse Brettschachcomputer-Sammler als Beta-Tester eingesetzt, welche vom heutigen Schachcomputer-Markt überhaupt keine Ahnung haben und auch schon beim ChessGenius Exclusive als Beta-Tester nicht so richtig in Form kamen. Diverse Software-Fehler des Programms im Modul, welche diese „Spezialisten“ in der Betaphase nicht erkannten, hat Millennium aber ziemlich schnell durch Software-Updates ausgemerzt. Diese selbsternannten „Beta-Tester“ sind natürlich mit sehr viel Eifer bei der Sache und ich muss sagen, dass man sich hier durchaus Mühe gibt. Erwähnen muss ich aber auch, dass Millennium nicht nur diese Schachcomputer-Fanboys als Beta-Tester einsetzt, sondern auch ein bis zwei fähige Personen, welche tatsächlich Ahnung haben. Diese tauchen allerdings nicht in diversen Schachcomputer-Foren auf. Ein wesentliches Merkmal haben aber all diese „Beta-Tester“ gemeinsam. Mal abgesehen von diverser Alibi-Kritik, werden die Produkte nicht kritisiert. Wer öffentlich kritisiert, ist seinen Beta-Tester-Status bei Millennium ziemlich schnell los und würde nicht mehr zu dem auserlesenen Kreis derjenigen gehören, welche Vorabmuster erhalten. Extrapunkte kann man sammeln, indem man Konkurrenzprodukte kritisiert.

Das nimmt teilweise ziemlich skurrile Formen an. Ich möchte zwei Beispiele nennen. Den DGT Centaur kann man durchaus als Konkurrenzprodukt betrachten. Hier wurde von einem Millennium-Betatester öffentlich geäußert, dass ihm das Display des DGT Centaur zu klein ist und er es wohl im Alter nicht mehr ablesen könnte. Anzumerken sei hier, dass es sich um ein gestochen scharfes E-Ink-Display handelt. Der selbe Millennium-Tester hat natürlich auch ein paar Worte für das ziemlich kleine Display des The King Performance Schachcomputer von Millennium geäußert (Das Display ist wesentlich kleiner als bei das des King-Elements). Hier schreibt er, dass das kleine Display nicht schlimm ist und alles gut lesbar ist.

Nächstes Beispiel. Seit Februar 2019 gibt es massive Lieferschwierigkeiten des ChessGenius Exclusive. Dies liegt an Problemen mit der Holzverarbeitung, welche aber in nächster Zeit behoben sein sollen. Dann ist der CGE wieder lieferbar. Zu den Lieferproblemen teilt unser Millennium-Betatester allerdings mit, dass der ChessGenius Exclusive ein solch begehrtes und tolles Gerät ist, dass Millennium mit dem Produzieren nicht mehr hinterherkommt und dieser Schachcomputer deshalb ständig ausverkauft ist. 😉

Jeder der Ahnung hat kann sich bei solchen Aussagen ein Schmunzeln nicht verkneifen. Solche Betatester würden mit Sicherheit auch Ihre Seele verkaufen, um auch beim nächsten Produkt wieder ein Betatester zu sein.

Der Schachcomputer The King Performance soll im Herbst 2019 auf den Markt kommen. Unser erster Eindruck von dem was geplant ist, ist sehr positiv. Die Chancen stehen gut, dass dieser Schachcomputer an den Erfolg des ersten Gerätes (ChessGenius) anknüpfen kann. Als Hersteller hat man in jedem Fall mehr davon, vor großem Publikum aufzutreten, als vor einer kleinen Loge.

Bis bald

Euer Benny 😉

8 Gedanken zu „The King Performance – Schachcomputer

  1. Als – vor allem im schachlichen Bereich – aktiver Beta-Tester werde ich hier (indirekt) mit angesprochen, möchte mir den Schuh allerdings nicht anziehen, bezüglich der Aussagen in diesem Blog. Ich bewahre mir stets einen kritischen Blick auf die Dinge und bin kein Freund von Lobhudelei. Denn in der heutigen „Internetzeit“ kommen schachliche Stärken und Schwächen eines Produktes sowieso binnen kürzester Zeit an die Öffentlichkeit. Es muss aber auch als Tester „erlaubt“ sein, positive Dinge zu schreiben, wenn diese tatsächlich bemerkenswert sind.

    • Hallo Wolfgang,

      vielen Dank für Dein Statement. Gerade wenn es um Schwächen oder Fehler geht, fühlen sich manche Beta-Tester dazu berufen, diese zu vertuschen oder schön zu reden. Als sich die Platinen-Probleme beim King-Modul bemerkbar machten, wurde bei mir angefragt, ob ich die Ursache hierfür finden könnte. Ich habe Millennium die Problematik geschildert und mögliche Lösungswege aufgezeigt. Hobby-Beta-Tester von Millennium teilten öffentlich mit, dass hierbei nur 10% der King-Elemente betroffen seien. Eine glatte Lüge, auf welche ich aufmerksam machte. Das es manchen Beta-Testern einzig und allein darum geht, auch beim nächsten Mal ein Testgerät zu erhalten, ist mehr als offensichtlich. Bestimmte Beta-Tester haben den Drang, in jedem Forum unbedingt jedem mitzuteilen, dass sie bald ein Testgerät haben. Hierbei musst Du Dich nicht angesprochen fühlen, jedoch sollte man sich als Beta-Tester immer fragen, ob man hierbei mitschwimmt oder im Sinne der End-Anwender auch mal Courage an den Tag legt und falschen Aussagen von Beta-Testern die Stirn zeigt.

      Auch sollte jeder Beta-Tester viel mehr den Blick von sich selbst nehmen und hinterfragen, ob das was er sich an Features für einen Schachcomputer wünscht, dem Wunsch der Mehrheit der Endkunden entspricht. Große Firmen wie DGT und Millennium möchten gute Qualität zu einem akzeptablen Preis anbieten. Dies funktioniert aber nur, wenn ein großer Markt angesprochen wird und entsprechende Mengen in den Verkauf gehen. Die Schachcomputer-Sammler sind ein kleiner Markt und repräsentieren eben nicht die Masse. Ich selbst hätte beispielsweise beim DGT Centaur gerne WLAN, Bluetooth, Onlinespielen drin gehabt. Aber dieser Wunsch entspricht eben nicht der Mehrheit der Endkunden.

      Wenn man sich in Schachcomputer-Sammler-Foren bewegt, kann einem hierbei schnell die Blick für die Realität abhanden kommen. Man ist umgeben von Fans, welche jeden Schachcomputer und deren Programmierer kennen und die Feinheiten der Schachcomputer bis ins letzte Detail kennen. Das ist schön und wie gesagt bin auch ich ein absoluter Schachcomputer-Freak in dieser Situation. Man muss sich aber immer bewusst sein, dass in diesen Foren absolute Ausnahmen unterwegs sind. Als Händler kann ich Dir sehr genau sagen, was die Mehrheit der Endkunden möchte und diese Wünsche unterscheiden sich sehr stark von den Wünschen der Schachcomputer-Sammler und Fans.

      Aus diesem Grund wirken manche Aussagen die in Foren fallen ziemlich grotesk. Wenn in den Sammler-Foren jeder ein King-Element besitzt, sprechen die Beta-Tester von einem vollen Verkaufserfolg. Denken manche Beta-Tester wirklich, dass die Sammler-Community ausreicht, um mit einem Kauf des King-Elements die Entwicklungskosten von Millennium zu kompensieren und einen Gewinn für die Firma einbringen?

      Mit dem kommenden The King Performance Schachcomputer reduziert Millennium den Umfang auf das Wesentliche und spricht damit einen großen Markt an. Natürlich wird es wieder Kritikpunkte geben. Einige Fans werden die Figurenerkennung vermissen und sich auch ein größeres Display wünschen, aber nicht die einzelne Ausnahme dirigiert den Erfolg eines Produktes, sondern die Masse an normalen Schachspielern, welche mit den vorhandenen Features zufrieden sein wird. Das gleiche gilt für den DGT Centaur, welcher auf dem Markt unglaublich gut angekommen ist. Diese Verkaufszahlen hat man normalerweise nur zur Weihnachtszeit.

      Wie different die Einschätzung zwischen den Sammlern in Foren und der Wirklichkeit ist, zeigt zum Beispiel die Lasker-Edition ziemlich gut. Das selbst Monate später von den 150 Geräten noch viele übrig waren, erstaunte einige Mitglieder in diesen Foren. Zitat eines Fans: „Ich hätte gedacht, dass diese Geräte in ein paar Tagen ausverkauft sind.“

      Solche Aussagen unterstreichen einmal mehr, wie weit weg mancher Sammler und mancher Fan vom Markt entfernt ist. Ein Umdenken findet trotzdem nicht statt.

      Sowohl über Produkte aus dem Hause von DGT, als auch über Produkte aus dem Hause Millennium kann man sehr viel Positives schreiben. Ich denke auch, dass das Positive sehr oft überwiegt. Man sollte es aber tunlichst vermeiden, sich für das nächste Testgerät einem Hersteller anzubiedern. Das ist egoistisch, entlarvend und mit der Zeit wird ein solcher Beta-Tester unglaubwürdig.

      Gruß

      Benny

        • Hallo Ralf,

          Danke für die Zustimmung. Ich muss sagen, dass ich seit der Veröffentlichung des Artikels sehr viel Zustimmung aus allen Bereichen des Schachs bekommen habe.

          Ohne im Artikel Namen zu nennen, fühlen sich einige Personen angesprochen und ertappt. Die Beiträge in einem Schachcomputer-Forum, welche sich auf meinen Artikel beziehen, offenbaren jedem Leser, auf welchem Niveau eine handvoll Schreiber um das entfachte Feuer tanzen.

          Lediglich ein Beta-Tester hat sich bei mir gemeldet und sich von den Aussagen diverser Schreiber des Schachcomputer-Forums distanziert. Interessanterweise handelt es sich hierbei um einen Millennium-Beta-Tester, welcher wirklich Ahnung hat und auch von Millennium zu Recht die größte Anerkennung erhält.

          Gruß

          Benny

  2. Vielen Dank für den interessanten Artikel!
    Ich möchte noch einen Aspekt ansprechen, nämlich, daß es zwischen Figurenerkennung und Drucksensoren noch etwas, gibt, nämlich Magnetsensoren ohne Figurenerkennung. Ich hatte noch nie einen Computer mit Magnetsensoren. Der Centaur hat das, aber, was man so liest, leider nicht so das eigentlich damit einhergehende angenehme Spielgefühl, weil die Figuren des Cantaur so leicht seien.
    Dieser King Performance, mit Magnestsensorik, und dafür etwas teurer (<400€), das wäre toll! Viele Grüße!

    • Hallo Volker,
      Magnetsensoren findet man beispielsweise im Mephisto Exclusive und auch im München. Bei diesen Geräten musste man aber beim Ziehen die Figuren von einem Feld zum anderen Feld anheben und konnte diese nicht über das Brett schleifen.

      Der DGT Centaur verwendet keine Magnetsensoren. Die einzelnen Felder reagieren auf Metall! Unter den Figuren ist ein Metall-Blättchen, durch welches die Figuren erkannt werden. Man könnte beim DGT Centaur praktisch auch mit Münzen spielen. Ein Schleifen von Figuren ist kein Problem. 🙂

      Beim DGT Centaur sind die Figuren übrigens gewichtet und nicht leicht. Das Spielen geht sehr einfach von der Hand und es macht Spaß.

      Viele Grüße
      Benny

      • Danke noch mal! Kennt man einen Grund, warum das nicht bei dem King Performance verwendet wird? So viel teurer kann das doch nicht sein?!

        • Beim The King Performance soll ein neu entwickelter Sensor eingesetzt eingesetzt werden. Wie gut der funktioniert, werden wir wohl erst im Herbst wissen.

          Gruß

          Benny

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